Al-Attiyah und Sainz kämpfen um den Gesamtsieg

Nasser Al-Attiyah fährt eine große Rallye
Das wird doch noch einmal spannend. Nasser Al-Attiyah und sein Berliner Beifahrer Timo Gottschalk haben auf der vorletzten Entscheidung der zweiten südamerikanischen Dakar-Auflage ihren Rückstand zum führenden Touareg-Kollegen Carlos Sainz auf nur noch 2:48 Minuten verkürzt.
Der Franzose Stéphane Peterhansel erzielte zwar im BMW X3 des X-Raid-Teams aus Trebur seinen vierten Tagessieg, lag aber mit 2:16:49 Stunden Rückstand weit abgeschlagen auf dem vierten Rang. Mit dem Amerikaner Mark Miller, der nach der 368 km langen Dünen-Prüfung von San Rafael nach Santa Rosa auf Rang drei 31:48 Minuten zurücklag, haben die Wolfsburger Chancen auf alle Dakar-Medaillen.
Droht das Foto-Finish?
Seit Tagen halten die beiden Spitzenpiloten und ihre Beifahrer die Dakar-Fans in Atem: In einer bemerkenswerten Jagd reduzierten Al-Attiyah/Gottschalk ihren Rückstand von 10:06 Minuten (Etappe 10) am folgenden Tag auf 4:28 Minuten (Etappe 11). Dann stieg die Differenz auf 5:20 Minuten (Etappe 12) und beträgt nach der Prüfung von San Rafael nach Santa Rosa in Argentinien gerade noch 168 Sekunden.
Die sportliche Entscheidung bei der härtesten Rallye der Welt fällt auf der 206 Kilometer langen Abschlussprüfung, die die Teams in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires führen wird. Dort wird am Sonntag die siegreiche Crew gekürt.
Keine Stallregie
"Das war ein nervenaufreibender Tag: Die Rallye Dakar war spannend und sie bleibt dank Carlos und Nasser bis zum Schluss spannend. Der Tag morgen wird entscheiden, welches Volkswagen Duo die Rallye gewinnt. Jeder im Team und alle Fans können sich auf ein spannendes Finale freuen", sagte Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. Eine mögliche Stallregie wird es nach seinen Worten nicht geben.
In der Motorrad-Wertung hat der französische KTM-Pilot seinen dritten Dakar-Triumph nach 2005 und 2007 so gut wie sicher. Den vorletzten Wertungstag beendete der 35-Jährige mit einem komfortablen Vorsprung von 1:04:12 Stunden auf seinen norwegischen KTM-Kollegen Pal Anders Ullevalseter, der mit seinem ersten Dakar-Tagessieg überhaupt den chilenischen Aprilia-Piloten Francisco Lopez Contardo um 4:22 Minuten wieder auf den dritten Platz verdrängte.