Volkswagen vor Dakar-Sieg

Carlos Sainz hat den Triumph vor Augen
Titelverteidiger Volkswagen ist auf dem Weg zu seinem zweiten Sieg bei der Rallye Dakar kaum noch zu stoppen. Das VW-Trio Carlos Sainz, Nasser Al-Attiyah und Mark Miller fuhr auch auf dem mit 796 Kilometer längsten Teilstück von San Juan nach San Rafael in der westargentinischen Provinz Mendoza auf und davon.
Der 47 Jahre alte Sainz holte sich auf der 12. Etappe seinen zweiten Tagessieg und baute seine Führung in der Gesamtwertung leicht aus.
Noch hat der Spanier drei Tagesprüfungen vor dem Ende aber keinen beruhigenden Vorsprung. Die Etappen-Zweiten Nasser Al-Attiyah aus Katar und sein Berliner Beifahrer Timo Gottschalk folgen dem zweimaligen Rallye-Weltmeister mit einem Rückstand von 5:20 Minuten.
Peterhansel bester Nicht-VW-Pilot
Tagesdritter und auch Gesamt-Dritter war der Amerikaner Mark Miller ebenfalls in einem Touareg. Er liegt schon 28:12 Minuten hinter Sainz. Die zwölfte Prüfung wurde wegen des hohen Zuschaueraufkommens am Ende des Wertungsabschnitts aus Sicherheitsgründen um sechs Kilometer verkürzt.
Bester Nicht-VW-Pilot war Stéphane Peterhansel als Gesamt-Vierter. Doch der Rückstand des französischen BMW-Fahrers ist auf beachtliche 2:20:42 Stunden angewachsen.
Manca aus Koma erwacht
Der vor einer Woche bei der Rallye Dakar in Chile schwer verunglückte Motorrad-Pilot Luca Manca aus Italien ist in der Klinik in Santiago aufgewacht. Nach Angaben der Rallye-Ärztin Florence Pommerie war der 29-Jährige bei Bewusstsein und konnte ohne Unterstützung atmen.
Seine Reaktionen werden inzwischen als normal bezeichnet. Manca war zu Beginn der sechsten Etappe bei Tempo 120 km/h mit seiner KTM schwer gestürzt und hatte sich lebensgefährliche Kopfverletzungen zugezogen. Er war noch in der Nacht in Santiago operiert worden.
Der französische KTM-Pilot Cyril Despres kann sich auf dem Weg zu seinem dritten Dakar-Triumph nach 2005 und 2007 nur noch selbst schlagen. Zu groß ist mit 1:03:42 Stunden sein Vorsprung auf seinen neuen Verfolger Francisco Lopez Contardo aus Chile, der mit seinem dritten Tagessieg den norwegischen KTM-Piloten Pal Anders Ullevalseter um nur 1:13 Minuten auf den dritten Platz verdrängt hat. Die Entscheidung um Rang zwei dürfte bei normalem Verlauf bis ins Ziel am Samstagnachmittag in Buenos Aires spannende bleiben.