Sainz holt ersten Tagessieg - Vorsprung ausgebaut

Carlos Sainz baute seine Führung aus
Ex-Rallye-Weltmeister Carlos Sainz hat bei der Etappe von La Serena nach Santiago de Chile sein ganzes Können bewiesen und seinen ersten Tagessieg bei der 32. Rallye Dakar eingefahren.
Der Spanier vergrößerte durch seinen Erfolg am zehnten Wertungstag seinen Vorsprung auf 10:06 Minuten vor seinem Volkswagen-Teamkollegen Timo Gottschalk aus Berlin und dessen Piloten Nasser Al-Attiyah aus Katar. Das Führungstrio im VW Touareg komplettierte in der chilenischen Hauptstadt Santiago der Amerikaner Mark Miller (+ 28:19 Minuten).
Nach wie vor ist der erfolgreichste Dakar-Teilnehmer, Stéphane Peterhansel aus Frankreich, im BMW X3 des X-Raid-Teams aus Trebur mit einem Rückstand von 2:14:20 Stunden keine Gefahr für das VW-Trio. In seinem Schlepptau folgt Teampartner und Landsmann Guerlain Chicherit, (+ 2:30:59 Stunden).
Vorjahressieger auf Rang 7
Co-Pilot Dirk von Zitzewitz und sein südafrikanischer Fahrer Giniel de Villiers, die 2009 den ersten Dakar-Triumph von Volkswagen eingefahren hatten, haben nach einigen Schwierigkeiten in der ersten Woche fast fünf Stunden mehr auf dem Buckel als Sainz. Sie liegen mit 4:46:13 Stunden Rückstand Rang 7.
Zufrieden bilanzierte Motorsport-Direktor Kris Nissen nach der Etappe von La Serena nach Santiago. "Das war heute eine Prüfung wie bei Sprintrallyes. Wir hatten die Fahrzeuge neu abgestimmt. Die Autos waren dadurch sehr wendig und schnell", erklärte er. "Wir können mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein, dürfen aber nicht vergessen, dass es noch ein langer Weg bis ins Ziel ist." Nissen mahnte: "Alle müssen weiter perfekt arbeiten."
Despres führt die Zweiräder an
In der Motorradwertung hat der französische KTM-Pilot Cyril Despres seine Führung leicht verbessert. Er liegt nun 1:22:49 Stunden vor dem Norweger Pal Anders Ullevalseter (KTM). Der chilenische Aprilia-Pilot Francisco Lopez Contardo schloss aber als Dritter bis auf 1:18 Minuten zu Ullevalseter auf.
Der bereits vierte Tagessieg gelang dem spanischen Vorjahressieger Marc Coma. Wegen einer hohen Zeitstrafe von mehr als sechs Stunden liegt er aber außerhalb der besten Zehn. Coma hofft auf eine erfolgreiche Berufung gegen die Strafe, die Motorradwertung bleibt somit vorläufig.