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Scheider feiert DTM-Titelverteidigung
Scheider feiert DTM-Titelverteidigung
Prost, Timo Scheider feiert den Triumph

Mit der erfolgreichen Titelverteidigung hat Timo Scheider sich nicht nur zum DTM-König gekrönt, sondern seinem Rennstall Audi einen historischen Hattrick beschert. Scheider reichte beim Saisonfinale ein zweiter Platz hinter Gary Paffett im Mercedes, der zum vierten Mal in dieser Saison gewann.

"Ihr seid die Größten", rief Scheider beim Überfahren der Ziellinie seinem Team mit belegter Stimme durch den Boxenfunk zu, bevor er völlig außer sich auf seinem Autodach herumhopste und zu seinen Fans auf den Zaun kletterte. "Danke, dass Ihr mich zu dem gemacht habt, was ich heute bin."

Mit dem zweiten aufeinanderfolgenden Gesamterfolg hat sich Scheider innerhalb kurzer Zeit vom Hinterbänkler zum aktuellen Maß der Dinge in der DTM entwickelt und wandelt zusehends auf den Spuren von DTM-Legende Bernd Schneider. Der fünffache DTM-Rekordchampion hatte 2001 bislang als einziger Fahrer seinen Titel erfolgreich verteidigt. "Das ist ein Moment in meinem Leben, den ich nicht beschreiben kann", sagte der in Österreich lebende Hesse mit Tränen in den Augen. "Das habe ich den Audianern, meinem Team und meiner Familie zu verdanken. Das macht mich sehr stolz."

Erster Marken-Hattrick

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Das ging auch Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich so, der den ersten Marken-Hattrick der seit 1984 währenden DTM-Geschichte bejubeln durfte. "Drei Titel in Folge hat in der DTM noch kein Automobilhersteller gewonnen", sagte Ullrich und zollte auch Konkurrent Mercedes Respekt. "Audi hat es geschafft - trotz eines sehr starken Gegners. Dieser Titel war zweifellos der schwierigste. Aber ich bin sicher, im nächsten Jahr wird es noch schwieriger werden."

Doch auch sein Gegenüber Norbert Haug war zufrieden. "Wir haben sechs von zehn Rennen gewonnen - eine Super-Bilanz", sagte der Mercedes-Motorsportchef. "Aber "The Winner takes it all". Ich wünsche Audi eine tolle Feier. Damit habe ich nullkommanull Probleme."

Ekström nach drei Runden raus

Scheider erwischte einen guten Start. Zwar scheiterte sein Versuch, sich mit einer Attacke am Pistenrand noch weiter vorn zu schieben. Seinen dritten Platz konnte er aber behaupten und auch ein Überholmanöver des hinter ihm liegenden Paul di Resta prompt kontern.

An der Spitze drängte sich in der hitzigen Anfangsphase Paffett an Scheiders von der Pole gestarteten Audi-Kollegen Mattias Ekström vorbei, doch schon kurz darauf erkämpfte sich der Schwede in einem weiteren Tür-an-Tür-Duell die Führung zurück.

Doch Ekström hatte sich bei den Rangeleien den Kühler lädiert und musste seinen Boliden schon in der dritten Runde abstellen. "Das ist ein Spiegelbild meiner ganzen Saison. Jetzt freue ich mich auf die Winterpause", sagte der zweifache Champion lakonisch.

Kristensen und Schumacher enttäuscht

Danach erlebten die 155.000 Zuschauer (am Rennwochenende) ein weitgehend ereignisarmes Rennen, woran auch die Boxenstopps noch eine Safety-Car-Phase nach einem Unfall von Susie Stoddart (Mercedes) nichts änderten. Nach 39 Runden über 4,574 Kilometer (Gesamtdistanz: 178,386 Kilometer) fuhr Paffett in 1:06:01,702 Stunden als Erster ins Ziel.

Enttäuschend verlief das Saisonende für den dänischen Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen sowie für Mercedes-Star Ralf Schumacher. Tom Kristensen (Dänemark) kam in seinem 60. und letzten DTM-Rennen mit knapp zweieinhalb Minuten Rückstand ins Ziel. Schumacher hatte seine C-Klasse schon kurz nach dem Start mit abgerissener Fronthaube abstellen müssen. Über eine Fortsetzung seiner DTM-Karriere will der 34-Jährige möglicherweise erst zu Beginn des kommenden Jahres entscheiden.

MOTORSPORT
Maximaler Erfolg im Mini
Nach über 7000 absolvierten Kilometern hieß der Sieger der Rallye Dakar einmal mehr Stéphane Peterhansel. Im Mini angetreten, verwies er bei seinem zehnten Erfolg Joan Roma mit einem Abstand von 40 Minuten auf Platz zwei. Für die große Überraschung sorgte Dirk von Zitzewitz, der im privaten Imperial Toyota Dritter wurde.

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