Stefan Bradl fährt in der Moto2 auf Rang fünf

Schied bereits in der dritten Runde aus: Sandro Cortese
Stefan Bradl kommt dem ersehnten Podestplatz in der Moto2 immer näher. Sein fünfter Platz beim Motorrad-Grand-Prix von Australien auf Phillip Island hat in seinem Team sogar den Traum vom ersten Sieg geweckt.
"Er zeigte eine super Performance und steigert sich momentan von Rennen zu Rennen, was nun bedeutet, dass wir mittlerweile so schnell sind wie die Spitze. Wenn wir jetzt den Start noch ein bisschen besser packen, dann könnte demnächst auch mal ein Sieg in Reichweite sein", befand Teambesitzer Jochen Kiefer.
Vom Sieg in Australien war Bradl diesmal aber noch mehr als 10,5 Sekunden entfernt. Alex de Angelis aus San Marino wurde als Erster in der Moto2 abgewunken. Der bereits als Weltmeister feststehende Toni Elias (Spanien) wurde Siebter.
Bradl scheitert bei der Überrundung
Bradl hatte sogar Position vier und damit die beste Saisonplatzierung vor Augen, doch der überrundete Japaner Kazuka Watanabe bremste ihn vor der Zielgeraden ungewollt aus und zog sich deshalb den Zorn des Zahlingers zu. "Bitte nicht ansprechen, sonst werde ich gleich wieder sauer", kommentierte der Betroffene die Szene.
"Ich hatte mir den Julian Simon so zurechtgelegt, dass ich ihn im letzten Sektor auf der Ziellinie hätte überholen können. Aber da war dann in den letzten Kurven ein Überrundeter im Weg, an dem zwar Simon noch vorbeikam, ich aber dahinter hängen blieb", ärgerte sich der Bayer, der wild gestikulierend und schimpfend ins Ziel gefahren war.
Doch sein Unmut war schnell verflogen und wich damit der Freude über die tolle Platzierung. "Es fühlt sich gut an, mit so einem Ergebnis nach Deutschland zurückzukehren", erzählte er. Die Bilanz der Pazifik-Tour mit den WM-Rennen in Japan, Malaysia und Australien fiel positiv aus. "Zwei siebte und ein fünfter Platz, das kann sich sehen lassen. Ich hoffe, dass es so weiter geht", sagte er mit Blick auf die abschließenden WM-Läufe in Estoril und Valencia.
Cortese scheitert bereits in Runde drei
Enttäuschend endete der Auftritt von Sandro Cortese in der Achtelliterklasse. Von Platz zwei ins Rennen gegangen, verpatzte der Berkheimer seinen Start und fand sich urplötzlich auf Rang elf wieder. In der dritten Runde beendete ein selbst verschuldeter Sturz die Aufholjagd frühzeitig. "Ich war wegen der Kälte sehr vorsichtig in den ersten Runden und wollte nicht stürzen. Aber das ist mir zum Verhängnis geworden. Es war ein Fahrfehler", gestand Cortese, der im Vorjahr Dritter war. So war Marcel Schrötter (Pflugdorf) als 13. bester Deutscher der kleinsten Rennklasse.
In der Klasse bis 125 Kubikzentimeter baute WM-Spitzenreiter Marc Marquez aus Spanien mit dem neunten Saisonsieg seine Gesamtführung aus. Schon den vierten Triumph auf Phillip Island hintereinander feierte Lokalmatador Casey Stoner. Auf Platz zwei fuhr der neue Titelträger Jorge Lorenzo aus Spanien vor dem entthronten Titelverteidiger Valentino Rossi aus Italien.