HBL: Kiel lässt Rhein-Neckar Löwen beim 33:25 keine Chance

Karol Bielecki ohne Wurfglück gegen den THW
Im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga (HBL) hatte der THW Kiel keine Mühe mit den Gästen, den Rhein-Neckar Löwen, und feierte den 21. Saisonsieg im 21. Spiel. Nach ausgeglichenem Auftakt zog Kiel Mitte der ersten Hälfte auf acht Tore davon. Beim 33:25 waren Kiels Filip Jicha mit zehn Treffern und auf Gäste-Seite Nationalspieler Uwe Gensheimer mit acht Treffern die erfolgreichsten Werfer.
Omeyer bringt die Löwen zur Verzweiflung
Die letzte Heimniederlage in der HBL des THW Kiel liegt fast ein Jahr zurück. Am 6. April unterlag der THW gegen die Rhein-Neckar Löwen. Und die wollten an diese Leistung anknüpfen und den Kielern die erste Niederlage in dieser Saison beibringen. Und anfangs hielten die Gäste auch gut mit - bis zum 7:6 aus Sicht der Kieler in der 13. Minute.
Danach verdoppelte der THW sein Torekonto in den nächsten knapp zehn Minuten während die Rhein-Neckar Löwen leer ausgingen, Thierry Omeyer hielt alles, was auf seinen Kasten kam. Sieben Tore in Folge ließen die Kieler auf 14:6 davonziehen, ehe Uwe Gensheimer nach einer Auszeit mal wieder ein Treffer für die Löwen gelang (23.).
Kiel zeigte sich aber weiter unbeeindruckt, hielt die Löwen auf Distanz und ging vor 10.250 Zuschauer in der ausverkauften Sparkassen-Arena mit acht Toren Vorsprung beim Stand von 17:9 in die Halbzeit.
Bielecki trifft endlich für die Löwen
In Durchgang zwei kontrollierte der THW weiter das Geschehen, ohne großartige Glanzlichter zu setzen, die Gäste glaubten aber offensichtlich auch nicht mehr an den erhofften Erfolg. Einzig Karol Bielecki konnte ein kleines Erfolgserlebnis feiern. Der linke Rückraumspieler der Löwen überwand nach zuvor sieben Fehlwürfen erstmals Thierry Omeyer im Kasten der Kieler (47.). Am Ende kam der Pole auf drei Tore.
Der überragende Schlussmann des THW durfte sich bereits acht Minuten vor Schluss unter Standing Ovations auf die Bank verabschieden. "Wir haben klar dominiert und in der Abwehr sehr gut gestanden. Jeder ist für den anderen da", sagte THW-Trainer Alfred Gislason nach dem Spiel.
Durch die Niederlage liegen die Rhein-Neckar Löwen bereits fünf Punkte hinter dem HSV Handball auf Platz drei zurück, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Und von hinten drängen der SC Magdeburg und der TBV Lemgo, die beide nur drei Minuspunkte mehr auf dem Konto haben als die Löwen.
Füchse Berlin und Großwallstadt mit Erfolgen
Die Füchse Berlin gaben sich in Wetzlar auch keine Blöße und feierten den 17. Saisonsieg im 21. Spiel. Die meisten Berliner Treffer beim 29:26 (18:15) erzielte Nationalspieler Sven-Sören Christophersen (8). Kari Kris Kristjansson (6) traf am häufigsten für die Gastgeber. Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Hessen zwar auf einen Treffer heran (23:24/44.). In der hektischen Schlussphase behielten die Berliner jedoch kühlen Kopf und brachten den wichtigen Erfolg über die Zeit.
Im Kampf um den Verbleib in der deutschen Eliteliga hat der TV Großwallstadt mit einem 24:23 (12:11)-Heimsieg über den Bergischen HC zwei wichtige Punkte verbucht. In einer umkämpften Partie erzielte Michael Spatz (9/4) die meisten Tore für die Hausherren, die bis zum Schluss um den achten Saisonsieg bangen mussten.