Deutschland gewinnt Battle of Chicago gegen Polen

Uwe Gensheimer zieht ab
Nicht nur für den Handball allgemein, sondern auch für das DHB-Team war die sogenannte Battle of Chicago eine gute Werbung. Die Auswahl von Bundestrainer Heiner Brand gewann das Handballspiel auf amerikanischem Boden mit 27:26 gegen Polen.
Mit dem Werbespiel, das auf Wunsch der Handball-Bundesliga in Zusammenarbeit mit dem Handballverband der USA ausgerichtet wurde, sollte die Sportart in den Vereinigten Staaten populärer gemacht werden. Um das Spiel hatte es im Vorfeld aber zahlreiche Kontroversen gegeben, weil unter anderem der deutsche Meister THW Kiel wegen der beginnenden Saisonvorbereitung in den Vereinen die Nationalspieler für die einwöchige PR-Tour nicht hatten abstellen wollen.
Nach der prestigeträchtigen Neuauflage des WM-Finales von 2007 nahm Pascal Hens vor rund 6000 Zuschauern im Chicagoer UIC Pavilion nicht nur den riesigen goldenen Siegerpokal entgegen, sondern auch noch eine Trophäe als bester deutscher Spieler. Auf der Gegenseite wurde Welthandballer Slawomir Szmal geehrt.
Polnische Fans in der Überzahl
Die sowohl in Deutschland als auch Polen und den USA live übertragene Partie sahen vor Ort rund 6000 Fans, vornehmlich Einwanderer aus Polen. Die im Vorfeld kolportierten Zahlen von 9000 bis 10.000 Zuschauern wurden jedoch deutlich verfehlt, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Brand nutzte das erste Stelldichein seiner Mannen nach der geschafften WM-Qualifikation, um allen Spielern Einsatzzeiten zu gewähren und verschiedene taktische Varianten zu testen. So konnte sein Team vor allem mit seiner kompakt stehenden, diesmal eher offensiv ausgerichteten Deckung und Torwart Carsten Lichtlein punkten.
DHB-Team nicht eingerostet
Obwohl die DHB-Männer erst am Montag aus dem Urlaub zurückgekehrt waren, merkte man ihnen das nicht an. Vielmehr waren es die bereits seit zwei Wochen in den USA weilenden Polen, die Fehler machten und so die DHB-Auswahl nach 20 Minuten immer weiter ziehen lassen mussten.
Auch nach der Pause dominierte Deutschland das Geschehen, während die Polen den richtigen Biss vermissen ließen. So setzte sich Deutschland nach und nach auf sieben Tore ab. Zwar kamen die nun kämpfenden Polen noch mal auf 23:25 heran, aber das DHB-Team brachte den verdienten Sieg über die Zeit.