DHB-Auswahl rehabilitiert sich gegen die Schweiz

Pascal Hens zieht ab
Nach dem verkorksten ersten Testspiel gegen die Schweiz riss sich die DHB-Auswahl bei der Revanche zusammen und feierte im zweiten Duell innerhalb von 24 Stunden einen 34:26-Sieg.
Zuvor hatte sich Deutschland in Aarau mit einem 26:26 begnügen müssen. Beste Werfer für die diesmal wesentlich engagierter auftretende deutsche Auswahl waren vor den 4500 Zuschauern in der Porsche-Arena in Stuttgart Dominik Klein, Dragos Oprea, Michael Müller, Lars Kaufmann und Sebastian Preiß. Sie trafen jeweils viermal. Jacob Heinl sah nach drei Zeitstrafen die Rote Karte. Bei den Schweizern war Marko Vukelic (6) der treffsicherste Akteur.
Bundestrainer Heiner Brand nutzte die ersten Länderspiele seit Januar, um mit Blick auf die wichtigen Playoff-Spiele zur Weltmeisterschaft gegen Griechenland am 12. und 19. Juni weitere Spieler zu testen. Deshalb verzichtete er auf einige EM-Akteure, andere gesetzte Nationalspieler fielen verletzungsbedingt aus.
Brand wechselt konsequent durch
Brand setzte sein Vorhaben konsequent um und veränderte im Vergleich zum Vorabend seine Startformation. Er wechselte viel, um jedem seiner Mannen Einsatzzeiten zu geben. Nach der schwachen Leistung in Aarau war sein Team auf Wiedergutmachung aus.
Trotz eines 1:3-Starts (3. Minute) trat der Gastgeber ganz anders auf als beim Remis, wo es vor allem an der Abstimmung in der Abwehr sowie einer konzentrierten und konsequenten Offensive gemangelt hatte. Die Körpersprache war aggressiver und es wurde um jeden Ball gekämpft - mit dem Ergebnis von fünf Toren in Serie und einer 6:3-Führung (8.).
Doch die Eidgenossen, die es in der WM-Qualifikation mit dem früheren Europameister Dänemark zu tun bekommen, waren erneut ein ebenbürtiger Gegner und ließen sich nicht abschütteln. Weil es in der Defensive hier und da erneut haperte, führten die Schweizer fünf Minuten vor der Halbzeitsirene mit 13:12. Mit großer Entschlossenheit starteten die Deutschen erneut eine Fünf-Tore-Serie und gingen mit einer beruhigenden Führung in die Kabine.
Letzter Test im April
Auch nach dem Wiederanpfiff ließ sich die Auswahl des DHB nicht aus dem Konzept bringen. Durchdachte Kombinationen im Angriff und körperlicher Einsatz in der Deckung brachten den Erfolg: In der 45. Minute hatten sich die Gastgeber mit acht Toren abgesetzt. Die Schweizer konnten keine Schippe drauf packen und musste die Überlegenheit der der Deutschen anerkennen.
Die letzte Bewährungsprobe für das Brand-Team vor den Duellen mit Griechenland ist der stark besetzte Bring-Cup vom 15. bis 17. April in Norwegen. Wie beim Supercup 2009 in Deutschland, den das DHB-Team im November gewann, heißen die Gegner bei dem Vier-Nationen-Turnier Norwegen, Dänemark und Schweden.