HSV und Kiel zufrieden, Löwen müssen zittern

Thorsten Storm erwartet zwei enge Spiele
Drei deutsche Teams sind im Achtelfinale der Champions League vertreten und alle drei träumen von der Teilnahme am Final Four in Köln Ende Mai. Auf dem Weg dorthin bekamen zumindest der THW Kiel und der HSV Hamburg im Viertelfinale machbare Gegner zugelost, ein wenig zittern müssen die Rhein-Neckar Löwen.
Der THW, der als Gruppensieger in die Runde der letzten 16 einzog, muss sich mit dem FC Kopenhagen auseinandersetzen. Der HSV bekommt es mit dem polnischen Titelträger Vive Kielce zu tun. Schwerer haben es die Rhein-Neckar Löwen, die beim spanischen Spitzenclub Prevafersa Valladolid antreten müssen. Alle drei Teams müssen am 27./28. März zunächst reisen und haben bei den Rückspielen am 3./4. April Heimrecht.
"Wir sind sehr zufrieden mit dem Los, auch wenn unser Trainer Alfred Gislason Kopenhagen für den stärksten Gegner hält, auf den wir treffen konnten. Es ist eine kurze Reise, wir haben viele Verbindungen zum FCK und sind klarer Favorit", sagte Sabine Holdorf-Schulst, die Geschäftsführerin des THW Kiel.
Ebenso optimistisch zeigte sich HSV-Geschäftsführer Christoph Wendt: "Im Achtelfinale gibt es keine leichten Gegner mehr, auch wenn wir natürlich die Favoritenrolle haben. Es wird ein besonderes Spiel für unsere beiden Lijewski-Brüder in ihrer Heimat. Mit dem Rückspiel zu Hause sollten wir den Viertelfinaleinzug schaffen." Die Polen werden vom früheren deutschen Nationalspieler Bogdan Wenta trainiert, der auch Coach des polnischen Nationalteams ist.
Der Manager der Rhein-Neckar Löwen, Thorsten Storm, hat dagegen leichte Sorgen: "Die Chancen aufs Weiterkommen stehen bei 50:50." Die Badener trafen bereits vor zwei Jahren im Halbfinale des EHF-Pokals auf Valladolid und setzten sich durch. "Das waren zwei harte Spiele, und es werden wieder zwei enge Spiele werden", betonte Storm.
Besonders Löwen-Kreisläufer Carlos Prieto dürfte sich freuen, er spielte bis zur vergangenen Saison in Valladolid. Der Kracher im Achtelfinale ist die Partie des Königsklassen-Rekordsiegers FC Barcelona gegen den kroatischen Meister RK Zagreb. Titelverteidiger Ciudad Real muss sich mit dem slowenischen Meister Gorenje Velenje auseinandersetzen.