Kiel und Hamburg ziehen ins Achtelfinale ein

Christian Sprenger war mit sechs Treffer bester THW-Schütze
Der THW Kiel hat sich in der Champions-League den Gruppensieg in der Staffel D gesichert. Die Norddeutschen nutzten den Ausrutscher des Konkurrenten FC Barcelona und schoben sich nach einer glänzenden Vorstellung beim 39:23 (19:13) gegen HC Vardar Skopje in der Tabelle an den Katalanen vorbei. Mit 17:3 Punkten liegen beide Teams gleichauf, den direkten Vergleich entschied der THW dank eines mehr erzielten Treffers für sich (30:27, 30:32).
Gegen Skopje stellte der deutsche Rekordmeister vor 10.250 Zuschauern in der ausverkauften Kieler Arena die Weichen früh auf Sieg. Schon nach 12 Minuten führten die Kieler mit 11:3. In der Folge stellte der mazedonische Meister die 3:2:1- auf 6:0- Deckung um und fand besser in die Partie, konnte den Rückstand aber kaum verkürzen (19:13). Im zweiten Durchgang spielten die "Zebras" ihre Überlegenheit weiter aus (28:17). Barcelona hatte sich am Samstag beim dänischen Vertreter Kolding IF mit einem Remis begnügen müssen (25:25).
Hamburg von Beginn an besserEbenfalls in die nächte Runde zog der HSV Hamburg, allerdings als Gruppen-Zweiter. Mit einer abgeklärten, kämpferischen und souveränen Vorstellung sicherten sie sich mit einem knappen 33:29 (19:14)-Erfolg beim kroatischen Serienmeister HC Croatia Zagreb das Ticket für das Achtelfinale hinter Titelverteidiger BM Ciudad Real (20:0).
Nach dem 35:26-Hinspielerfolg hätte der HSV, der einzig den verletzten Rechtsaußen Stefan Schröder (Mittelhandbruch) zu ersetzen hatte, bei einer Niederlage mit mindestens neun Toren den zweiten Platz noch an Zagreb abtreten müssen. Doch trotz des komfortablen Polsters spielte das Team von Trainer Martin Schwalb klar auf Sieg. An alter Wirkungsstätte erzielten die früheren Croatia-Akteure Igor Vori, Domagoj Duvnjak und Blazenko Lackovic alle HSV-Treffer zur zwischenzeitlichen 9:6- Führung (12. Minute).
Heimrecht für BeideEinzig Ex-Welthandballer Ivano Balic und der mazedonische Ausnahmespieler Kiril Lazarov bereiteten dem HSV im ersten Abschnitt Schwierigkeiten. Nach dem Wiederbeginn kombinierten die Kroaten gefälliger und kämpften sich in der spannenden Begegnung auf 29:30 heran (56.). Duvnjak erzielte als bester Werfer der Partie acht Treffer, als erfolgreichster Schütze der Gastgeber zeichnete sich Lazarov (7/4 Tore) aus.
Dank der Platzierung ist den Hanseaten im Rückspiel der Runde der letzten 16 Teams Heimrecht gewiss. Im Achtelfinale trifft das Team von THW-Trainer Alfred Gislason auf einen Viertplatzierten und hat im Rückspiel ebenfalls Heimrecht. Am Dienstag findet in Wien die Auslosung für die K.o.-Runde statt, die zwischen dem 24. März und 04. April ausgetragen wird.