Kiel erklimmt Spitze mit Gala gegen Kolding

Christian Zeitz multi
Der THW Kiel hat in der Champions-League die Tabellenspitze seiner Gruppe erklommen. Die Norddeutschen bezwangen vor heimischem Publikum den dänischen Vertreter Kolding IF 38:23 (20:10). Mit einem mehr absolvierten Spiel liegt der THW (15:3 Punkte) nun zumindest für einen Tag vor dem FC Barcelona (14:2).
Im spanischen Duell bei Real Ademar Leon können sich die Katalanen aber wieder an den Zebras vorbeischieben. Da Kiel nicht mehr auf Rang drei abrutschen kann, ist dem Team von Trainer Alfred Gislason Heimrecht im Achtelfinal-Rückspiel gewiss.
Kiel hofft auf dänisches Wunder
Nach ausgeglichenem Beginn vor 10.250 Zuschauern diktierte der THW im ersten Durchgang das Geschehen nach Belieben. Der vom ehemaligen schwedischen Nationaltrainer Ingemar Linnell trainierte dänische Meister fand kein Mittel gegen den Angriffswirbel von Christian Zeitz, Dominik Klein und Christian Sprenger. Mit personell veränderter Besetzung bestimmte der THW auch nach dem Seitenwechsel die einseitige Begegnung.
Im Kampf um den Gruppensieg hoffen die Schleswig-Holsteiner am letzten Spieltag auf Schützenhilfe der Dänen, die Barcelona empfangen. "Zu Hause haben wir eine reelle Chance, sie zu schlagen", sagte Linnell, dessen Team auch dem THW bereits einen Zähler abnahm (31:31). Kiel erwartet im abschließenden Gruppenspiel den mazedonischen Vertreter HC Vardar PRO Skopje.
Hamburg festigt Rang zwei
Der HSV Hamburg hat in der Champions-League-Gruppe C Platz zwei gefestigt. Die Hanseaten siegten in ihrem letzten Heimspiel der Gruppenphase 33:25 (14:15) gegen den FC Kopenhagen Handbold. Ohne die verletzten Außenspieler Torsten Jansen (Muskelfaserriss) und Stefan Schröder (Mittelhandbruch) hatten die Norddeutschen in der ersten Hälfte große Mühe mit dem dänischen Vizemeister, standen zu defensiv und ließen die Gäste gewähren. Zwanzig Minuten benötigte der HSV, um sich nach dem 2:1 die Führung zurückzuerobern (12:11).
Die 4200 Zuschauer in der ausverkauften Sporthalle Hamburg sahen eine nicht hochklassige, aber ausgeglichene Partie, in der Matthias Flohr Toto Jansen als Linksaußen vertrat und mit sechs Toren zum erfolgreichsten Schützen der Gastgeber avancierte. Nach dem Wiederbeginn schwächte sich der HSV mit einer doppelten Unterzahlsituation selbst, kam dann aber wieder besser in die Partie.
In der 41. Minute lagen die Gastgeber erstmals mit zwei Treffern in Front (21:19), bevor sich das Team von Trainer Martin Schwalb auf 29:22 absetzte (52. Minute). Hamburgs Schlussmann Per Sandström bot eine überzeugende Leistung, bei Kopenhagen gefiel der frühere Flensburger Erlend Mamelund mit sieben Treffern.
Im abschließenden Gruppenspiel muss der HSV (14:4 Punkte) zum Tabellen-Dritten Croatia Zagreb (12:4) reisen und seinen zweiten Platz verteidigen, um im Achtelfinal-Rückspiel Heimrecht zu genießen. Königsklassen-Titelverteidiger BM Ciudad Real (16:0) steht unangefochten als Staffelsieger fest.