Anstrengend und erfolgreich - so könnte das Fazit von Camilo Villegas am Ende einer ereignisreichen Woche lauten. Ohne eine Trainingsrunde sicherte er sich bei der Honda Classic in Palm Beach Gardens den Sieg. Für Übungseinheiten war keine Zeit, weil er zuvor in seiner kolumbianischen Heimat gebraucht wurde.
In Bogota fand mit der Pacific Rubiales Bogota Open das erste von der US PGA Tour sanktionierte Turnier in Südamerika statt. Die Veranstaltung zählt zur Nationwide Tour, die unterhalb der US PGA Tour angesiedelt ist. Nachdem Villegas die Werbetrommel gerührt hatte, ging es für ihn zurück nach Florida zum Start der Honda Classic.
So ganz ohne einen Villegas ging es Bogota aber doch nicht, denn Camilos kleiner Bruder Manuel kam zu seinem vierten Profi-Start auf der Tour und belegte am Ende einen achtbaren 15. Platz.
Mindestens einen Schritt weiter ist dagegen Camilo Villegas. Der Spiderman feierte bei der Honda Classic seinen dritten Turniersieg auf der US Tour, und das äußerst souverän. Nach einer 68er Schlussrunde gewann er mit fünf Schlägen Vorsprung auf Anthony Kim aus den USA. Dritter wurde der Engländer Justin Rose.
Nicht so einfach, wie es scheint
"Ein Turnier dauert vier Runden und ich hatte drei richtig gute. Auf der letzten hatte ich ein bisschen Glück. Es ist niemals so einfach, wie es manchmal scheint. Die ersten neun Löcher liefen noch gut, doch dann habe ich Fehler gemacht und ein paar Putts verschoben", bilanzierte Villegas.
Richtig brenzlig wurde es für den 28-Jährigen aber trotz dieses Durchhängers mir drei Bogeys innerhalb von fünf Löchern nicht mehr und so durfte er sich schließlich über den Siegerscheck in Höhe von gut einer Million Dollar freuen.
Alexander Cejka gelang bei dem Turnier zumindest ein versöhnlicher Abschluss. Nach zwei bärenstarken Auftaktrunden hatte er mit einer 75 am dritten Tag seine tolle Ausgangsposition verspielt. Auf den letzten 18 Löchern gelang ihm eine 70er-Parrunde, was Cejka in der Endabrechnung den geteilten 26. Rang und rund 41.000 Dollar Preisgeld bescherte.