Poulter gewinnt die Matchplay Championship

Ganz in Rosa: Trendsetter Ian Poulter
Der englische Ryder-Cup-Sieger Ian Poulter hat das Finale der WGC Matchplay Championship in Arizona gewonnen und seinen ersten Sieg auf der US-PGA-Tour gefeiert. Im Endspiel gewann der Brite gegen seinen Landsmann Paul Casey auf dem Wüstenkurs im Ritz Carlton GC von Maran mit 4 und 2.
Für seinen neunten Titel weltweit erhielt Poulter mit dem Siegerscheck von rund 1,02 Millionen Euro das höchste Preisgeld seiner Karriere und kletterte im Welt-Ranking erstmals auf Rang fünf. Casey bekam noch 617.000 Euro. In Abwesenheit der US-Superstars Tiger Woods und Phil Mickelson setzte sich im Spiel um Platz drei der Kolumbianer Camilo Villegas mit 5 und 4 gegen den Spanier Sergio Garcia durch.
"Ich hatte eigentlich das ganze Turnier über ein gutes Gefühl und war sehr gut in Form. Es ist toll, hier gewonnen zu haben", sagte Poulter, der die Entscheidung mit einem Par auf der 34. Bahn herbeiführte und in einem komplett rosafarbenen Dress auflief. "Poulter hat großartig performt. Ich wollte ihn unter Druck setzen, aber das hat überhaupt nicht hingehauen. Im Gegenteil: Der Druck lag ständig auf mir. Seine Putts kamen gut und er hat den Ball gut im Spiel gehalten. Er hat verdient gewonnen", zollte der unterlegene Casey dem Sieger Respekt.
Langer triumphiert mit Kunstschlag
Mit einem Kunstschlag hat Altmeister Bernhard Langer derweil seinen neunten Sieg auf der US-Championstour der Senioren geschafft. Beim Heimspiel an seinem Wahlwohnsitz in Boca Raton lochte der 52 Jahre alte Schwabe den Ball vom Sandbunker aus direkt zum Sieg ein. US-Profi John Cook war damit beim Stechen am ersten Extra-Loch geschlagen. Für seinen ersten Sieg in diesem Jahr erhielt Langer 255.500 Dollar Preisgeld. Nach drei Runden hatte das Duo mit je 199 Schlägen gleichauf gelegen.
"Ich habe schon viele Turniere auf der ganzen Welt gewonnen", sagte der Anhausener und tanzte vor Freude über das Eagle auf dem Grün. "Aber diesen Erfolg reihe ich unter die Top drei meiner Karriere ein. Es ist ein sehr emotionaler Erfolg, weil meine Familie dabei war." Der US-Masterssieger von 1985 und 1993 hat weltweit über 60 Turniere gewonnen, davon 42 in Europa.
Federer hofft auf Woods-Comeback
Eine baldige Rückkehr seines "guten Freundes" Tiger Woods in den Golfsport erhofft sich Tennis-Profi Roger Federer . Nach der öffentlichen Entschuldigung des Amerikaners für seine Affären sagte der Schweizer der Tageszeitung The Gulf News in Dubai: "Ich würde mir wünschen, ihn wieder auf dem Golfplatz zu sehen."
Der Schweizer ergänzte: "Was ihm passiert ist, war in den vergangenen drei Monaten schwer mitanzusehen, auch seine Entschuldigung. Ich bin sicher, jetzt ist er wieder auf dem richtigen Weg. Das Schlimmste ist vorüber." Woods hatte am Freitag erklärt, dass er zurückkehren wolle, einen genauen Zeitpunkt nannte er aber nicht.