Das Omega Dubai Desert Classic wurde am ersten Tag seinem Namen gerecht. Das Turnier im Emirates Golf Club in der Wüste Dubais bescherte den Golfern vor allem eines: jede Menge Sand. Martin Kaymer und Marcel Siem behielten bei den schwierigen Bedingungen jedoch den Durchblick.
Die beiden Deutschen gehen nach einer 71er Runde (-1) und dem geteilten 19. Platz mit guten Chancen in den zweiten Tag. Kaymer wird sich jedoch ärgern, dass ausgerechnet ein Doppelbogey an seiner letzten Spielbahn eine noch bessere Platzierung verhinderte. Bei Marcel Siem lief es dagegen genau andersherum. Er hatte auf seinen ersten neun Löchern vier Bogeys (bei zwei Birdies) notieren müssen und drehte dann auf den eigentlich schwieriger einzuschätzenden Löchern auf.
Eine frische Brise sorgte dafür, dass den Spielern auf dem Kurs der Sand um die Ohren peitschte. Die Sichtverhältnisse waren daher ebenfalls eingeschränkt. Richtig niedrige Rundenergebnisse gab es folglich nicht zu bestaunen.
McIlroy schon wieder vorne
Um so mehr freute sich Titelverteidiger Rory McIlroy über seine 68 und die geteilte Führung zum Auftakt des Turniers. "Es war wirklich knifflig. Es war windig, sandig und diesig und dann erwischte ich auch noch einen schwachen Start. Dann hat mich ein glückliches Birdie an der Drei wieder auf Par gebracht. Insgesamt war es ein guter Tag heute und ich bin frohen Mutes", erklärte der 20-jährige Nordire.
McIlroy teilt sich den Platz an der Spitze mit Stephen Dodd (Wales), Jeev Milkha Singh (Indien), Edoardo Molinari (Italien), Alexander Noren (Schweden) und Charl Schwartzel (Südafrika), die allesamt 68 Schläge benötigten.
Eine besondere Attraktion bei diesem Turnier ist der Auftritt von Tom Watson. Der 60-jährige Altmeister hatte im letzten Jahr mit seinem sensationellen zweiten Platz bei der British Open für Furore gesorgt und ist nur noch ganz selten bei den Profis am Start. In Dubai schlug er sich mit einer 73 auf Platz 46 bisher achtbar.