Ben Crane trimphiert in Torrey Pines

Pures Familienglück: Ben Crane herzt seine Tochter nach dem Sieg
Mit der schlechtesten Runde aus den vier Tagen in Torrey Pines hat Ben Crane tatsächlich noch die Farmers Insurance Open gewinnen können. Das lag aber vor allem daran, dass die Favoriten auf der Finalrunde Nerven zeigten.
Der 33-jährige Portländer Crane hielt mit 275 Schlägen die Australier Marc Leishman und Michael Sim sowie US-Landsmann Brandt Snedeker (alle je 276) bei seinem dritten PGA-Triumph auf Distanz.
Phil Mickelson hatte sich bei seinem Heimspiel bis auf Rang fünf vorgearbeitet, fiel aber nach drei Bogeys zum Auftakt der 4. Runde entscheidend zurück. "Eigentlich habe ich gar nicht so schlecht gespielt. Ich hatte die ganze Zeit ein gutes Gefühl und auch die nötige Lockerheit war da. Dennoch hat mir wohl bei den wichtigen Schlägen das nötige Timing gefehlt", erklärte der Linkshänder nach seinem 19. Platz im Leaderboard.
Kein Blick fürs Leaderboard
Aber auch der Japaner Ryuji Imada konnte am Finaltag nicht entscheidend scoren. Fünf Bogeys bedeuteten eine enttäuschende 75er Runde. Imada belegte zum Ende einen geteilten neunten Rang. Während Mickelson und Imada den verpassten Chancen nachtrauerten, strahlte der Gewinner Ben Crane über das ganze Gesicht: "Ich bin auf den richtigen Weg. Das macht Mut für die nächsten Aufgaben."
Dabei kam der Gesamtsieg für Crane wohl aufgrund der 70 auf der letzten Runde für ihn sehr überraschend. Während des ganzen Tages schaut er nicht einmal auf das Leaderboard. Erst als er Rivale Imada die Frage stellte, ob er nun gewonnen hätte, erfuhr Crane von seinem Glück.
Allenby und der Groove
Ein kleines persönliches Drama erlebte ein Routinier aus Australien auf der letzten Runde des Turniers. Bis zum 13. Loch spielte Robert Allenby mit fünf Birdies alles in Grund und Boden. Doch am Ende wurde er erneut Opfer der neuen U-Groove-Regel. Ab dem 1. Januar 2010 müssen die Profis mit den entschärften Grooves (Rillen auf dem Schlägerblatt) auf ihren Eisen antreten. Wenn der Ball aus dem Rough gespielt werden muss, kommt es jetzt häufiger vor, dass der Ball länger fliegt und kaum noch Spin hat. Genau das passierte Allenby am 14. Loch. "Wenn man es genau nimmt, hat mich die Regel jetzt schon zwei Turniersiege gekostet", sagte ein enttäuschter Allenby gegenüber "espn".
Alex Cejka war als einziger Deutscher mit einer guten 72er Runde auf dem schweren Südkurs ins Turnier gestartet, doch auf den leichteren Nordkurs baute er ab und verpasste so den Cut um zwei Schläge.