10.03.2008
O'Hair ergreift Gelegenheit beim Schopf

O'Hair mit dem Pokal
Sean O'Hair (-4) trotzte am letzten Tag den Wetterkapriolen am besten. Mit drei Schlägen Rückstand war der US-Amerikaner auf seinen führenden Landsmann Stewart Cink auf die Schlussrunde gegangen. Doch Cink brach auf den Schlusslöchern ein und verpatzte sich die Führung mit vier Bogeys in Serie. Am Ende musste er sich hinter O'Hair mit dem zweiten Platz (-2) begnügen.
Den entscheidenden Anstoß zum zweiten US-PGA-Sieg seiner Karriere lieferte ausgerechnet O'Hairs Schwiegervater. Nach der langen Durststrecke seit 2005, in der hauptsächlich niedrige Platzierungen heraussprangen, nahm er den 25 Jährigen zur Seite.
Die weisen Worte des Schwiegervaters
"Er sagte mir, dass ich an mich glauben muss. Er war von mir überzeugt, alles, was ich tun musste, war es ebenfalls zu sein", erklärte O'Hair und fügte grinsend hinzu. "Ich habe ihm zwar erst nicht geglaubt, aber er hatte wohl recht." Als Belohnung sprang neben dem Siegerscheck in Höhe von 954.000 Dollar auch noch die Startberechtigung beim Masters und beim mit 8 Millionen Dollar dotierten WGC-CA Championship in Doral heraus.
Kollege Cink war dagegen etwas frustriert. "Ich hatte nicht das Gefühl, als ob ich viele Fehler gemacht hätte", meinte er. "Aber als der Ball an der 14 im Baum hängen blieb, fing ich plötzlich an zu grübeln. Ich war geschockt, dass mich auf einmal selbst in solch eine Lage gebracht hatte." Wenigstens brachte ihn sein 15-Meter-Birdieputt an der 17 noch auf einen - mit sechs Kontrahenten geteilten zweiten Platz. Die weiteren Zweitplatzierten waren: Ryuji Imada, George McNeill, Troy Mattteson und Billy Maifair.
Cejka fiel zurück
Alex Cejka ging auf der Zielgrade des Turniers die Luft aus. Nach einem geteilten 14. Platz nach dem dritten Tag musste der Deutsche auf der Schlussrunde eine ganz schwache 76 notieren und rutschte mit insgesamt +6 und fünf Bogeys auf den geteilten 47. Rang ab.
Ein Missgeschick, dass Cejka rund 100.000 Dollar an Prämien kostete. Für den Mann aus Las Vegas steht jetzt eine Woche Pause auf dem Programm. Den ursprünglich geplanten Turnierstart in Puerto Rico hat Cejka abgeblasen.
Malte Asmus