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FUSSBALL | 1. BUNDESLIGA
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Dortmund schlägt Stuttgart durch 45 starke Minuten
Dortmund schlägt Stuttgart durch 45 starke Minuten
Lucas Barrios und Kevin Großkreutz feiern das 2:0

Stuttgart deutete am ersten Spieltag und in der Europa League die schlechte Form an. Was die Schwaben gegen Borussia Dortmund in der ersten Hälfte der Partie ablieferten, war dann allerdings eine deutliche Steigerung nach unten. Es muss noch einiges passieren, damit die Schwaben nicht eine erneutes Hirnrunden-Desaster abliefern.

Von dem Schock des frühen Eigentors von Khalid Boulahrouz (5.), der eine Flanke von BVB-Verteidiger Marcel Schmelzer (5.) abfälschte, erholten sich die Gastgeber lange nicht. Begünstigt durch weitere unglaubliche Patzer der desolaten VfB-Deckung sorgten Lucas Barrios (26.) und der erst 18-jährige Mario Götze (37.) mit dem ersten Bundesliga-Treffer seiner Karriere schon vor der Pause für die Entscheidung.

Vor 40.500 Zuschauern verhinderte Nationalspieler Cacau (69.) mit seinem Ehrentreffer per Kopf ein VfB-Debakel. Das anschließende Aufbäumen kam zu spät und so endete das Spiel 3:1 für Dortmund.

Neuzgänge verletzt

Christian Gross und seine Schwaben hatten vor dem Spiel mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Die Neuzugänge Philipp Degen (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Johan Audel (Fuß-OP) fielen zusätzlich zu Kapitän Matthieu Delpierre (Trainingsrückstand) aus. Im Vergleich zum verpatzten Bundesligaauftakt gegen Mainz kam Serdar Tasci in die Partie, Khalid Boulahrouz rückte auf die Degen-Position als rechter Verteidiger.

Auch Borussia Dortmund verpatzte den Start in die Saison, die Westfalen verloren gegen Leverkusen mit 0:2. Dennoch vertraute Coach Jürgen Klopp seinem Team und schickte die gleiche Elf auf das Spielfeld. Das Match begann mit einem Paukenschlag.

Sahin zog die Fäden

Sahin setzte sich im Mittelfeld durch. Stuttgart hatte die defensive Zentrale entblößt, war zu weit aufgerückt. Dadurch konnte Sahin einen öffnenden Pass auf die linke Angriffsseite der Dortmunder spielen. Marcel Schmelzer eilte heran und flankte in den Sechzehner. Dort drehte sich Boulahrouz in den Ball und fälschte das runde Leder unhaltbar für Sven Ulreich zum 1:0 aus Sicht der Gäste ab (5.).

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Stimmen zum Spiel: 1/2
Jürgen Klopp: "Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt. Die Toren waren klasse gemacht. Das war geiler Fußball. Das war heute ganz wichtig nach unserem Fehlstart am vergangenen Wochenende. Hier in Stuttgart zu gewinnen, das ist ein Brett."
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Auch die nächste gute Chance hatte der BVB, dem sich nun vermehrt Kontermöglichkeiten offenbarten. Kagawa scheiterte in der 15. Minute mit einem Schuss aus 16 Metern. Der Druck des VfB endete am Dortmunder Strafraum, wo eine bis dahin sattelfeste Abwehr einen guten Job machte. Aus dieser defensiven Sicherheit gewann Dortmund mehr und mehr die Spielkontrolle. Diese Phase brachte dann auch den zweiten Treffer.

Niedermeier völlig indisponiert

Georg Niedermeier hatte einen Ball zu kurz abgewehrt. Kevin Großkreutz war auf der linken Seite frei und passte spitz zurück. Aus 14 Meter Entfernung ließ sich Lucas Barrios die Chance nicht nehmen und zog den Ball, mit leichter Hilfe eines Stuttgarter Abwehrbeines, ins lange Eck zum 2:0 (26.). Das Stuttgart auch am dritten Treffer der Borussia einen nicht unwesentlichen Anteil hatte, bestätigte das Bild, das die Schwaben an diesem Tag ablieferten.

Großkreutz spielte Shinji Kagawa frei, der den Ball vom Sechzehner in die Mitte flankte. Dort war Georg Niedermeier erneut indisponiert und köpfte den Ball mit dem Hinterkopf in die Luft. Torhüter Ulreich war ebenso übertölpelt, wie seine Abwehrkollegen. Mario Götze war der Nutznießer, er nickte die verunglückte Kopfballabwehr aus fünf Metern ein (37.).

Halbzeitfazit: Starker BVB, konfuser VfB

Dortmund spielte kompakt, Dortmund spielte geradlinig. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz und gingen engagiert in die Zweikämpfe. Der VfB knüpfte in Halbzeit eins nahtlos an das desaströse Bild, das sie am ersten Spieltag und in der Europa Liga abgaben, an. Zur zweiten Halbzeit reagierte Christian Gross und wechselte Daniel Didavi und Martin Harnik für Niedermeier und Marica ein.

Stuttgart kam mit verbesserter Einstellung aus der Kabine. Es dauerte allerdings eine gewisse Zeit, bis sich das auf dem Spielfeld auch in Torchancen bemerkbar machte. Um die 60. Minute herum hatte der VfB die beste Phase. Cacaus Flachschuss aus 17 Metern konnte Roman Weidenfeller mit einer guten Parade entschärfen (64.). Auch in Punkto Standardsituationen waren die Schwaben zu diesem Zeitpunkt gefährlich.

EINZELKRITIK
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VfB Stuttgart - Borussia Dortmund
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Sven Ulreich
Der Stuttgarter Keeper konnte einem heute schon Leid tun. Seine Abwehr ließ ihn immer wieder gehörig im Stich. Während er sich in der ersten Hälfte nicht auszeichnen konnte und beim 0:3 nicht energisch genug eingriff (37.), ließ er die Dortmunder nach der Pause mehrmals verzweifeln (51., 79., 82., 83., 85.).
VfB Stuttgart
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Der Anschlusstreffer war der einzige Lichtblick

Der Anschlusstreffer fiel schließlich nach einer Flanke aus dem Spiel heraus, von der rechten Seite. Zdravko Kuzmanovic hatte den Ball auf den zweiten Pfosten geschlagen, Weidenfeller tauchte unter dem Ball hindurch und Cacau köpfte zum 1:3 ein (69.). Das Spiel wurde daraufhin hektisch. Der VfB suchte die Chance hier noch einen Punkt zu erzielen. Dortmunds Defensive war nun bei weitem nicht mehr so souverän wie noch in Hälfte eins. Dennoch hatte der BVB die ein oder andere Konterchance, die Götze und der eingewechselte Lukasz Piszczek aber vergaben.

Es blieb beim 3:1 für den Gast aus Dortmund und bei dem desaströsen Eindruck, den der VfB in der erste Hälfte des Spiels hinterließ. In der zweiten Hälfte stimmte beim VfB die Einstellung, doch sie liefen wieder einmal den verschlafenen ersten 45 Minuten hinterher. Durch die Niederlage gesellt sich der VfB Stuttgart zu den Topclubs aus Gelsenkirchen und Wolfsburg, die ebenfalls einen Fehlstart hinlegten.

Michel Massing

FUSSBALL | 1. BUNDESLIGA
Babbel bekommt Stanis Hut
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Nach dem 1:1 am 17. Spieltag hatte Babbel TSG-Trainer Stanislawski noch als Arschloch bezeichnet. Nun hat er dessen Job.
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