Werder hat sich in der Bundesliga zurückgemeldet. Die Bremer siegten gegen den 1. FC Köln mit 4:2 und stürzten die Geißböcke ans Tabellenende. Mit zwei Treffern und einem Assist spielte sich Marko Arnautovic in die Herzen der Fans.
Vier Tage nach dem Einzug in die Champions League gewannen die Bremer das erste Heim-Punktspiel mit 4:2 (2:1) gegen den 1. FC Köln und bügelten die bittere Auftaktpleite in Hoffenheim aus. Torsten Frings (33./Foulelfmeter), Marko Arnautovic (36./90.) und Hugo Almeida (74.) besiegelten 35.500 Zuschauern mit ihren Toren die zweite Niederlage der Rheinländer. Nationalspieler Lukas Podolski (37.) und Kevin McKenna (90.) konnten mit ihren Gegentoren den FC-Fehlstart nicht verhindern.
Auch ohne Zugang Wesley setzte Werder die neu formierte Kölner Abwehr von Beginn an unter Druck. Der Brasilianer befindet sich zwar seit mehreren Tagen in Bremen, dennoch fehlten Unterlagen aus seinem Heimatland für die Spielerlaubnis. Der Österreicher Arnautovic, der für Wesley in die Startelf rückte, wirkte sehr motiviert. Er hatte in der dritten und 26. Minute die ersten Großchancen, verzog aber jeweils aus günstiger Position.
Mohamad und Geromel fehlen in der Abwehr
Dribbelkönig Marko Marin wurde von den Kölner Fans zwar bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Der Ex-Gladbacher ließ sich aber dadurch nicht beirren. Als Petit den deutschen Nationalspieler nur mit einem Foul stoppen konnte, verwandelte Werder-Kapitän Frings den fälligen Elfmeter zur verdienten Führung. Arnautovic erzielte nach Kopfball-Vorlage von Claudio Pizarro sein erstes Bundesliga-Tor. Es war zugleich die letzte Aktion von Pizarro, der mit Oberschenkelproblemen noch vor der Halbzeit ausgewechselt wurde.
Der Bremer Schlussmann hat nicht viel zu tun gehabt. Einer guten Parade gegen Podolski (82. Minute) steht das weniger souveräne Auftreten vor dem Anschlusstreffer der Kölner durch McKenna gegenüber.
Kölns Trainer Zvonimir Soldo musste in Kapitän Youssef Mohamad (gesperrt), Pedro Geromel (Trainingsrückstand) und Sebastian Freis (Grippe) drei Leistungsträger ersetzen. Die Abwehr mit dem neuen Innenverteidiger-Duo Kevin Pezzoni/Kevin McKenna hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Entlastung durch Offensivaktionen gab es im ersten Durchgang kaum. Podolski nutzte zwar die einzige Chance, blieb ansonsten aber blass.
Stimmen zum Spiel:
1/4
Michael Meier: "haben die Philosophie der Kontinuität. Da kann man nicht nach zwei Spieltagen den Trainer infrage stellen."
Erst nach der Halbzeit entwickelte sich ein offeneres Spiel. Köln machte mehr Druck und hatte durch Martin Lanig (58.) sogar eine Ausgleichschance. Im Endeffekt setzte sich aber die spielerische Klasse der Hanseaten durch - auch wenn Abwehrprobleme erneut nicht zu übersehen waren.
Für die Entscheidung sorgte der für Pizarro eingewechselte Almeida, der Portugiese profitierte von einer punktgenauen Vorarbeit von Arnautovic, der zuvor Fabrice Ehret ausgespielt hatte (74.). In der Nachspielzeit erhöhte Arnautovic mit einem satten Schuss aus 18 Metern auf 4:1, kurz darauf war McKenna nach einer Ecke zur Stelle und verkürzte.
Es war das Spiel der beiden Bundesligisten, die in der Winterpause am meisten verändert hatten: Sowohl der VfL Wolfsburg als auch der SC Freiburg hatten acht neue Spieler in den Kader integriert. Anstatt eingefahrener Spielzüge gab es dann auch erratische Strafraumszenen - den Fans konnte es nur Recht sein.