Der FC Schalke verpflichtet Ciprian Deac

Ciprian Deac spielt nun auf Schalke
Felix Magath wird nicht müde, den FC Schalke umzubauen. Nächster Neuzugang ist der rumänische Nationalspieler Ciprian Deac vom Champions-League-Teilnehmer CFR Cluj. Bei Königsblau soll der 24-Jährige als Spielmacher fungieren.Freiburg angelte sich indes Stürmer Kisho Yano und Werder hat einen Abgang zu vermelden.
"Nachdem klar war, dass ein Wechsel von Zvjezdan Misimovic nicht klappen würde, haben wir schnell gehandelt und dieses große rumänische Talent verpflichtet", sagte Schalkes Trainer Felix Magath zu der Verpflichtung des variabel einsetzbaren Nationalspielers, der einen Vertrag bis 2013 unterschrieb.
Bis zuletzt hatte Magath um Wunschspieler Misimovic vom VfL Wolfsburg gebuhlt. Doch laut Magath wollte Wölfe-Manager Dieter Hoeneß Misimovic nur im Tausch mit Farfan abgeben. "Das habe ich abgelehnt", so Magath. Nach der Verpflichtung von Deac dürfte auch ein angeblich angedachter Transfer von Rafael van der Vaart vom Tisch sein. Der Niederländer steht bei Real Madrid vor dem Aus.
Mourinho will Van der Vaart nicht
Real-Coach José Mourinho hatte van der Vaart öffentlich einen Wechsel nahegelegt. "Ich verstehe nicht, warum ein Fußballer mit nur geringen Einsatzchancen bei Real bleiben will, nur weil er die Stadt, das Essen oder das Klima mag", sagte Mourinho. Der Ex-Schalker Mesut Özil hat van der Vaart aus dem Mittelfeld verdrängt.
Mit CFR Cluj gewann Deac zweimal die rumänische Meisterschaft (2008 und 2010) und dreimal den Pokal (2008, 2009, 2010). Aufmerksam wurde Schalke aber eher zufällig auf den Offensivakteur. "Wir haben Cluj wegen eines Stürmers mehrfach beobachten lassen und auch mein Assistent Bernd Hollerbach war vor Ort. Als er wiederkam, sprach er allerdings nicht von einem Stürmer, sondern nur von Ciprian Deac", erzählte Magath.
Nach der Verpflichtung von Diego sieht es beim VfL Wolfsburg aber nun danach aus, als ob Misimovic doch abgegeben werden könnte. "Es könnte sein, muss aber nicht. An einen Bundesligaclub wird er aber nicht verkauft", erklärte Hoeneß. Erster Interessent dürfte Galatasaray Istanbul sein. Bleibt Misimovic in Wolfsburg, hätte zumindest Trainer McClaren damit kein Problem: "Dann haben wir einen Konkurrenzkampf. Das liebe ich."
Ein Japaner für Freiburg
Der SC Freiburg ist auf der Suche nach einer Verstärkung für die Offensive ebenfalls fündig geworden. Der japanische Stürmer Kisho Yano wird die Breisgauer verstärken, zu den Modalitäten machte der Verein keinerlei Angaben. Sportdirektor Dirk Dufner lobte den 26-Jährigen als Stürmer, "der in den vergangenen Jahren seine Trefferqualitäten in der höchsten japanischen Spielklasse konstant unter Beweis gestellt hat".
Yano ist nach Mittelfeldspieler Yacine Abdessadki die zweite Verpflichtung der Breisgauer kurz vor Ende der Transferperiode am kommenden Dienstag. Der Angreifer stand im Kader der japanischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika, kam allerdings nur im ersten Vorrundenspiel gegen Kamerun für acht Minuten zum Einsatz. Bislang hat Yano 19 Spiele für sein Heimatland absolviert.
Bei seinem früheren Verein, dem J-League-Club Albirex Niigata, war er Leistungsträger und Vize-Kapitän und erzielte in 143 Spielen 27 Tore. Die Breisgauer waren seit Wochen auf der Suche nach einer weiteren Verstärkung für die Offensive. Durch den längerfristigen Ausfall von Tommy Bechmann hatte sich die personelle Lage zuletzt zugespitzt.
Bremen leiht Perthel aus
Werder Bremen hat indes Mittelfeldspieler Timo Perthel für ein Jahr an den österreichischen Bundesligisten Sturm Graz ausgeliehen. "Timo war bei unserer intensiven Vorbereitung dabei, jetzt muss er den nächsten Schritt machen", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf. "Um den Weg bei uns weiterzugehen, ist dieser Zwischenschritt für ihn sinnvoll."
An der Weser besitzt Perthel einen Kontrakt bis 2012. Seinen einzigen Bundesliga-Einsatz feierte der 21 Jahre alte linke Mittelfeldspieler bei der 0:1-Niederlage in Köln im Mai 2009. "Timo Perthel kommt in einen sehr gut organisierten Club und wird sich in diesem neuen Umfeld weiterentwickeln können", betonte Bremens Manager Klaus Allofs. In Franco Foda und Oliver Kreuzer sind zwei frühere Bundesliga-Profis als Trainer und Sportdirektor bei Österreichs Tabellen-Sechsten tätig.