Kevin Kuranyi vor seinem Debüt bei Dynamo Moskau

Kevin Kuranyi
Die russische Wechselsperre ist abgelaufen und nun darf Kevin Kuranyi endlich seinem Ligadebüt für Dynamo Moskau entgegenfiebern. Der Ex-Schalker zeigt sich derweil von den Trainingsbedingungen bei seinem Verein begeistert und erklärt, dass die einzigen Leibwachen die Manndecker der Gegner sind.
Er freue sich auf den Einsatz und hoffe bereits auf sein erstes Liga-Tor für den neuen Club, teilte Kuranyi mit. Dynamo kann Erfolge brauchen: Nach 14 Spieltagen liegt der Traditionsverein nur auf dem 9. Platz der russischen Liga mit 16 Teams. Im Riesenreich will Kuranyi auch einen neuen Anlauf auf einen Platz im deutschen Nationalteam nehmen.
Ein Leben ohne Leibwächter
Eingelebt hat er sich in jedem Falle und räumte gegenüber der BZ auch erst einmal mit dem Gerücht auf, dass er sich in Moskau nicht frei bewegen könne: "Ich glaube, bei diesem Thema gibt es auch ein paar falsche Vorstellungen. Moskau ist eine tolle Weltstadt, in der es sich klasse leben lässt. Nur die vielen Staus sind störend. Ich bewege mich hier völlig frei - ohne Leibwächter."
Der 28-Jährige kam bei der Besichtigung seines neuen Arbeitsplatzes auch gleich ins Schwärmen: "Ich bin beeindruckt vom Dynamo-Vereinsgelände und der russischen Hauptstadt." Gegen Samara dürfte Kuranyi aber erneut der Unterschied zwischen der deutschen Bundesliga und der russischen Premier-Liga deutlich werden. Auf Schalke stürmte der Angreifer in den vergangenen Jahren in einem hochmodernen ausverkauften Stadion gegen starke Gegner.
Gegen Krylia Sowetow Samara, den Tabellenletzten aus der Wolga-Stadt Samara, kann Dynamo dagegen im Ersatzstadion im Vorort Moskau-Chimki kaum ein ausverkauftes Haus erwarten. Der aktuelle Zuschauerschnitt der Blau-Weißen, die am Bau einer neuen Arena arbeiten, beträgt rund 6500 Besucher.
Auch Kuranyi ist nur ein Mensch
Dynamo setzt große Hoffnungen auf Kuranyi, dessen Drei-Jahres-Vertrag auf rund 18 Millionen Euro geschätzt wird. Trainer Miodrag Bozovic will mit Kuranyi und dessen neuem Sturmpartner, dem Ex-Bundesliga-Angreifer Andrei Voronin, ein schlagkräftiges Duo bilden.
Im Testspiel beim AS Monaco (1:3) schoss Kuranyi bei seinem ersten Einsatz für Dynamo von Beginn an gleich ein Tor. "Ich weiß, dass viele Leute Wunderdinge von mir erwarten", sagt der Ex-Schalker, der auch in Moskau seine bisherige Rückennummer 22 trägt.
"Ich hoffe, dass ich der Mannschaft mit vielen Toren helfen kann. Zuerst einmal gilt es aber, schnell wieder in Fahrt zu kommen. Ich habe gerade einmal vier Wochen Vorbereitung hinter mir", ergänzte Kuranyi in der BZ. "Aber ich bin nur ein Spieler, nur ein Mensch."