Regionalliga: Ailton beim FC Oberneuland vorgestellt

Ailton will viel Tore schießen
Auf eher ungewöhnlichem Terrain bewegte sich Stürmer Ailton bei seiner Rückkehr nach Bremen. Der Brasilianer wird demnächst in der Regionalliga beim FC Oberneuland auflaufen, vorgestellt wurde er auf der Dachterrasse einer Tankstelle.
"Ich muss viel trainieren, viel konzentrieren und viel Tore schießen", erklärte der 37 Jahre alte Stürmer bei der Vorstellung durch einen Sponsor in typischer Ailton-Manier. "Ich bin sehr motiviert", fügte er vor mehreren Kamerateams und zahlreichen Schaulustigen hinzu.
Der Brasilianer hat beim Bremer Viertligisten einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Zuvor war sein Kontrakt beim KFC Uerdingen aufgelöst worden. "Der KFC hat ihm keine Steine in den Weg gelegt. Wir mussten keine Ablösesumme zahlen", teilten die FCO-Verantwortlichen mit. Beim Bremer Amateurteam trifft Ailton auf seinen ehemaligen Werder-Kollegen Mike Barten, der Trainer des FC Oberneuland ist.
Allofs skeptisch
"Ich freue mich über diesen Zugang, aber einen Freifahrtschein gibt es für Ailton nicht. Er muss richtig fit werden", sagte Barten. Ein Mineralölhändler hatte den Coup eingefädelt. Der Unternehmer soll auch für das Gehalt von Ailton aufkommen. Das erste Pflichtspiel für seinen neuen Club könnte der frühere Bundesliga-Profi im DFB-Pokal am 14. August gegen den Erstligisten SC Freiburg bestreiten.
"Mich freut es, wenn es ihm gut geht, aber rein sportlich gesehen fällt mir dazu nichts mehr ein", kommentierte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs im Weser-Kurier die Rückkehr des früheren Bremer Publikumslieblings in die Hansestadt.
Nach Werder ging das Reisen los
Ailton spielte von 1999 bis 2004 für Werder Bremen und gewann mit den Hanseaten 2004 das Double. Damals wurde er auch Bundesliga-Torschützenkönig. Nach der Trennung von Werder versuchte der Brasilianer bei zahlreichen Vereinen im In- und Ausland - unter anderem Hamburger SV, Schalke 04, Besiktas Istanbul und Roter Stern Belgrad - an seine erfolgreiche Zeit an der Weser anzuknüpfen.
Die Engagements endeten zumeist mit einer Enttäuschung für alle Beteiligten. Auch die mit einem großen Medienrummel begleitete Verpflichtung beim Ex-Bundesligisten KFC Uerdingen hatte nicht die erhoffte sportliche Wirkung. In der sechstklassigen Niederrheinliga erzielte Ailton in der Rückrunde vier Tore.