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Fulham schockt Juventus Turin
Fulham schockt Juventus Turin
Clint Dempsey erzwang mit einem Kunstschuss die Entscheidung

Mit einem 3:1-Polster war Juventus Turin zum FC Fulham gereist, am Ende standen die Italiener nur noch mit neun Mann auf dem Feld, hatten 1:4 verloren und waren im Achtelfinale der Europa League ausgeschieden.

Dabei hatte alles so gut begonnen für die Alte Dame. Keine zwei Minuten waren gespielt, da landete der Ball nach einigem Durcheinander in Fulhams Abwehr bei David Trezeguet und der Franzose vollendete überlegt zum 0:1. Doch schon in der neunten Minute nahm das Unheil seinen Lauf. Nach einer Linksflanke von Paul Konchesky drückte Bobby Zamora im Fünfmeterraum erst Fabio Cannavaro zur Seite und dann den Ball zum 1:1 ins Tor.

Bittere Minuten für Fabio Cannavaro

Schon in dieser Szene war Cannavaro nicht gut auf Schiedsrichter Björn Kuipers zu sprechen, doch so richtig sauer wurde der Weltmeister erst in der 27. Minute. Da nämlich schickte der niederländische Referee Cannavaro nach einer Notbremse mit der Roten Karte vom Platz. Der Verteidiger soll den durchgebrochenen Zoltan Gera gehalten haben. Eine zumindest sehr harte Entscheidung von Kuipers.

Wie auch immer, Fulham hatte nun endgültig Lunte gerochen. Den anschließenden Freistoß von Zamora konnte Juve-Keeper Anotonio Chimenti, der den verletzten Gianluigi Buffon vertrat, gerade noch parieren. Glück hatte Chimenti als ein Schuss von Simon Davies an die Latte Klatschte (38.) und Dickson Etuhu per Kopfball nur den Pfosten traf (39.).

Dempsey kommt und trifft

Sekunden später konnte ihm aber niemand mehr helfen. Eine schöne Kombination über Zamora und Davies schloss Zoltan Gera aus kurzer Distanz zum 2:1 ab (39.).

Kurz nach der Pause bekam Diego eine Flanke von Damian Duff an die Hand und Kuipers zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Gera schnappte sich die Kugel und traf zum 3:1. Das Hinspielergebnis war damit egalisiert und Fulham gab weiter Gas. Zwingende Chancen sprangen dabei zunächst jedoch nicht heraus.

Den richtigen Riecher bewies dann Fulhams Coach Roy Hodgson mit der Einwechslung von Clint Dempsey in der 71. Minute. Zunächst scheiterte der Amerikaner noch mit einem Kopfball an Chimenti (78.), doch in der 82. Minute erzwang er mit einem Traumtor die Entscheidung. Von der Strafraumkante überwand er den Keeper mit einem herrlichen Schlenzer in den Torwinkel. In der Nachspielzeit bekam Juves Jonathan Zebina nach einer Rangelei mit Damien Duff auch noch die Rote Karte.

Benfica und Lüttich weiter

Dramatisch ging es auch in der Partie zwischen Olympique Marseille und Benfica Lissabon zu. Nach dem 1:1 im Hinspiel hatte zunächst OM alle Vorteile auf seiner Seite, als Mamdou Niang in der 70. Minute die Führung besorgt hatte. Als Benfica durch Maxi Pereira in der 75. Minute den Ausgleich erzielte, roch es nach einer Verlängerung. Nur Alan Kardec hatte etwas dagegen. In der 86. Minute wurde er eingewechselt und in der Nachspielzeit erzielte er das 2:1 für Benfica Lissabon. Zu allem Überfluss sah Marseilles Hatem Ben Arfa danach noch die Rote Karte.

Weiterführende Links:
Keine Mühe hatte Standard Lüttich im Rückspiel mit Panathinaikos Athen. Die erste Partie hatten die Belgier bereits mit 3:1 gewonnen, vor heimischer Kulisse sorgte Dieudonné Mbokani für einen 1:0-Sieg und den Einzug in die Runde der letzten Acht.

Jubel beim FC Liverpool und Atletico

Der FC Liverpool hat sich letztlich souverän für die nächste Runde qualifiziert. Nach der 0:1-Niederlage beim OSC Lille machten die Reds im Rückspiel mit einem 3:0-Erfolg alles klar. Nach einem Foul an Lucas besorgte Steven Gerrard mit einem verwandelten Foulelfmeter in der neunten Minute für die Führung. Den Rest besorgte Fernando Torres mit zwei Toren in der 49. und 89. Minute. Schon am Montag hatte der Spanier in der Premier League gegen Portsmouth im Doppelpack getroffen hatte.

Nach einer bisher verkorksten Saison darf Atletico Madrid zumindest auf ein versöhnliches Ende in der Europa League hoffen. Nach einem torlosen Hinspiel gegen Sporting Lissabon reichte den Spaniern auswärts ein 2:2-Unentschieden zum Weiterkommen. Sergio Agüero hatte Atletico zweimal in Führung gebracht, Liedson und Anderson Polga hatten noch in der ersten Halbzeit jeweils ausgeglichen.

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