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Bordeaux müht sich zu 2:1-Sieg über Olympiakos
Bordeaux müht sich zu 2:1-Sieg über Olympiakos
Wendell in Aktion

Girondins Bordeaux hat durch einen 2:1-Sieg im Rückspiel gegen Olympiakos Piräus das Viertelfinale der Champions League erreicht. Die Franzosen kamen nach souveränem Beginn in der Schlussphase noch einmal gehörig ins Schwimmen, wie sportal.de sah.

Im Stade Jacques Chaban-Delmas hatte Yoann Gourcuff (5.) früh die 1:0-Führung geschossen. Joker Konstantin Mitroglou schaffte zwar Mitte der zweiten Hälfte noch den Ausgleich, doch als Olympiakos stärker wurde und sich noch Hoffnungen auf das zweite Tor machte, besiegelte Marouane Chamak (87.) mit dem zweiten Treffer der Franzosen das Aus der Griechen und den eigenen Einzug in die nächste Runde.

Frühes Tor zerstört Olympikos-Konzept

"Wir hatten im Hinspiel Pech. Wir haben Chancen herausgespielt, aber konnten einfach kein Tor schießen. Nun liegt es an uns, das Ergebnis zu drehen. Wir müssen ausgewogen und stark spielen.", hatte Olympiacos-Coach Bozidar Bandovic in Bezug auf die 0:1-Heimniederlage im Hinspiel erklärt. Doch von diesem Rezept musste er bereits nach wenigen Minuten abweichen.

Denn Bordeaux spielte energisch nach vorne und ging durch Gourcuff schnell in Führung. Der Franzose hatte einen Freistoß aus halblinker Position von der Strafraumgrenze zum 1:0 in den Torwinkel geschlenzt (5.). Olympiakos-Keeper Antonis Nikopolidis machte dabei keine glückliche Figur. Die Hausherren zogen sich nach etwa einer Viertelstunde etwas zurück und gaben den Griechen mehr Spielanteile.

Doch hinten stand Bordeaux sicher und sobald sie das Tempo anzogen, wurde es nach vorne gefährlich. Ein gut gedachter Steilpass von Gourcuff geriet allerdings etwas zu lang, so dass Nikopolidis den Ball vor dem heranstürmenden Wendell aufnehmen konnte (23.). Doch wie nah Genie und Wahnsinn beim griechischen Torhüter zusammen liegen zeigten die nächsten zwei gefährlichen Szenen der Franzosen.

Zuerst konnte Nikopolidis mit einer guten Parade verhindern, dass Gourcuff nach einem Fehler von Avraam Papadopoulos aus zwei Metern frei einschießen konnte (39.), dann präsentierte er sich nach einem erneuten Gourcuff-Freistoß wieder unentschlossen und hatte Glück, dass der Ball von Latte und Pfosten wieder ins Spielfeld sprang und nicht von seinem Rücken ins Tor prallte (44.). Soviel Glück hatte Piräus im Angriff kurz vor dem Pausenpfiff jedoch nicht. Matt Derbyshire brachte den Ball nach Lomana LuaLuas Vorarbeit zwar über die Linie, stand aber im Abseits und wurde vom Referee zurückgepfiffen (45.).

Platzverweise bringen noch einmal Spannung

In der zweiten Hälfte bot sich zunächst dasselbe Bild. Piräus hatte große Probleme im Spielaufbau und brachte außer einem Distanzschuss von LuaLua, der weit über das Tor flog, kaum etwas zu Stande. Zudem mussten die Gäste die letzte halbe Stunde nur noch mit zehn Mann agieren. Der kurz zuvor bereits verwarnte Derbyshire flog nach einer bösen Grätsche gegen Jaroslav Plasil vom Platz (60.).

Weiterführende Links:

Doch irgendwie schien genau das die Griechen angestachelt zu haben. Gerade einmal zwei Minuten im Spiel, hämmerte der frisch eingewechselte Mitroglou den Ball zum unerwarteten 1:1 in die Maschen (64.). Das Spiel wurde plötzlich noch einmal spannend, da auch Bordeaux nur noch zu Zehnt war. Alou Diarra sah zwei Gelbe Karten binnen 120 Sekunden und wurde ebenfalls vorzeitig in die Kabine geschickt (68.).

Olympiakos war aufgewacht, machte in der Schlussphase das Spiel und hätte um ein Haar die Führung erzielt. Der Schuss von Raul Bravo wurde von Ludovic Sané knapp am Tor vorbeigelenkt (76.). Bordeaux war zunächst komplett von der Rolle, kam dann aber noch zu einigen schnellen Kontern. Nikopolidis riskierte Kopf und Kragen, um den erneuten Rückstand zu verhindern (81.), unterschätzte dann aber erneut einen Ball. Per Kopf besorgte Chamak so kurz vor Schluss den 2:1-Endstand (87.).

Malte Asmus

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