Mit Michael Preetz wieder nach oben

Plant Michael Preetz (r.) Herthas Zukunft mit Trainer Friedhelm Funkel?
Noch spielt der Club in der höchsten deutschen Liga, doch hinter den Kulissen wird schon die sofortige Rückkehr in das Oberhaus geplant. Mit dabei ist Michael Preetz, der trotz der desolaten Saison weiterhin sportlicher Geschäftsführer bleiben wird.
"Wir müssen uns so aufstellen, dass wir in der Lage sind, nach einem Jahr wieder aufzusteigen" sagte Preetz und unterstrich, Hertha wolle die missratene Saison mit Trainer Friedhelm Funkel beenden, der vor fünfeinhalb Monaten als Nachfolger von Lucien Favre für eine Trendwende sorgen sollte.
Preetz glaubt immer noch an ein Wunder
Funkels am Saisonende auslaufender Vertrag würde sich nur im unwahrscheinlich gewordenen Fall des Klassenerhaltes verlängern. Unter seiner Regie holte Hertha in 19 Spielen nur zwölf Punkte. Trotz acht Zählern Rückstand auf Relegationsplatz 16 meinte Preetz beharrlich: "Nichts desto trotz gibt es eine Chance."
Er suche daher nicht nach einem neuen Trainer, auch nicht für die zweite Liga, versicherte Preetz: "Das ist absoluter Quatsch." Vor dem bislang letzten Abstieg 1991 hatte Karsten Heine in den letzten Spielen noch Peter Neururer ersetzt.
Zu einem solchen Szenario erklärte Preetz bei acht noch ausstehenden Spielen: "Ich bin nicht in der Lage, irgendwelche Statements abzugeben, die bis zum Saisonende reichen." Zudem sei klar, dass die Überlegungen für die neue Saison jetzt schon forciert würden. Preetz sprach sich dafür aus, mit der Vereinsführung um Präsident Werner Gegenbauer weiterzumachen: "Es ist wichtig, dass wir die Reihen schließen und alle Kräfte bündeln."
Hohe Strafe vom DFB?
Laut Preetz hat Hertha BSC beim Deutschen Fußball-Bund zu den Ausschreitungen nach dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg Stellung genommen. Ob die Berliner nun mit einer Anklage und einer hohen Strafe rechnen müssen, konnte Preetz nicht sagen. "Wir müssen abwarten, wie der DFB reagiert und erstmal sehen, was da auf uns zukommt. Dass wir als Veranstalter die Verantwortung tragen, ist klar. Dem stellen wir uns."
Die Polizei habe dem Club und seinen Ordnungskräften jedoch ein besonnenes und deeskalierendes Verhalten während der Vorkommnisse am vorigen Samstag bescheinigt. Nach dem 1:2 im Abstiegsderby waren rund 150 Chaoten aus dem Hertha-Block mit Holz- und Metallstangen in den Innenraum gestürmt. Etliche Beteiligte sind bereits identifiziert.