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FUSSBALL | CHAMPIONS LEAGUE
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Inter schlägt Chelsea mit 1:0
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Samuel Eto'o

"Jeder weiß, dass ein Mourinho an der Stamford Bridge nicht verliert" - José Mourinho ließ den markigen Worten Taten folgen und siegte mit 1:0 bei Ex-Club Chelsea. sportal.de sah eine starke Leistung der Nerazzurri, die konzentriert und mit toller Ordnung die Blues nicht ins Spiel kommen ließen und gegen Ende eiskalt zuschlugen.

Samuel Eto'o machte elf Minuten vor dem Ende alles klar und schoss seinen Verein ins Viertelfinale der Champions League. Zuvor war der Club dreimal in Folge im Achtelfinale gescheitert. Doch an Mourinhos alter Wirkungsstätte sollte diesmal nicht Endstation sein, schließlich hatte der Portugiese schon als Trainer der Blues hier nie verloren.

Konzentration contra Ideenlosigkeit

Beide Mannschaften starteten mit ordentlichem Tempo und großem Einsatz in die Partie. Während sich in der Offensive aber viele kleine Fehler auf beiden Seiten einschlichen, standen die Defensivreihen gut, sodass ein Versuch von Michael Ballack aus 20 Metern die zunächst gefährlichste Aktion blieb. Der Schuss verfehlte das Tor knapp (11.).

Inter, das sich mit dem guten Lucio in erster Linie um Sicherung bemühte, aber auch regelmäßig Drang nach vorne entwickelte, präsentierte sich selbstbewusster und konzentrierter. Die Blues, ohne die verletzten Jose Bosingwa, Ashley Cole, Michael Essien und Deco, wirkten insgesamt zwar optisch überlegen, es fehlten aber die großen Ideen, um die Ordnung der Italiener zu gefährden. Zudem wirkten die Aktionen nervös, vor allem Ballack unterliefen einige Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung. Die Nerazzurri konnten aber kein Kapital daraus schlagen.

Eher zufällig entstand die nächste Chance. Walter Samuel hatte einen hohen Ball etwas unglücklich vor die Füße von Didier Drogba abgeblockt, doch Maicon warf sich in den Schuss des Ivorers und rettete in höchster Not (27.). Und nicht nur defensiv wusste Inters Rechstverteidiger zu gefallen, sondern auch als Vorbereiter. John Terry hatte sich bei einer herrlichen Flanke des Brasilianers verschätzt, der frei zum Kopfball kommende Samuel Eto'o war jedoch etwas zu überrascht und konnte den Ball nicht ins Tor bugsieren (34.). Ähnlich erging es Goran Pandev bei einem tollen Zuspiel von Maicon (37.).

Doch die letzten Minuten der ersten Halbzeit gehörten Chelsea, das plötzlich einen Zahn zulegte und Inters vorher so gut funktionierende Ordnung durcheinander brachte. Erst vernaschte Florent Malouda Gegenspieler Esteban Cambiasso und konnte nur durch berherztes Einsteigen von Samuel am Abschluss aus 15 Metern gehindert werden (41.). Dann scheiterte Anelka, der ein Drogba-Zuspiel mit der Brust aus der Luft nahm und artistisch im Fallen abschließen wollte, an Julio Cesar (42). Kurz vor dem Pausenpfiff musste noch einmal Samuel gegen den Franzosen retten (45.)

Eto'o macht alles klar

Diesen Schwung rettete Chelsea in die ersten Minuten nach der Pause, Inters Defensive war aber auf dem Posten. Genau wie Keeper Cesar, der einen Malouda-Schuss aus spitzem Winkel zur Ecke klären konnte (52.). Für Farbe in der spannenden, aber mittlerweile tempoarmen Partie mit wenig Spielfluss, sorgte in dieser Phase einzig Referee Wolfgang Stark. Hatte er in der ersten Hälfte noch viel laufen lassen, saß der Gelbe Karton beim Deutschen nach dem Wiederanpfiff deutlich lockerer.

Weiterführende Links:

Nach etwa einer Stunde übernahm Inter das Kommando. Nach Hackenpass von Wesley Sneijder auf Pandev war der Stürmer eigentlich frei vor Keeper Ross Turnbull. Doch der heraneilende Yuri Zhirkov konnte ihn in letzter Sekunde am Abschluss hindern (60.). Kurz darauf vergab der freistehende Diego Milito kläglich die beste Chance zur Führung der Mailänder (64.).

Chelsea hatte nicht nur völlig das Konzept verloren, ihnen lief mittlerweile auch die Zeit davon. Carlo Ancelotti reagierte mit mehr Risiko. Er nahm den blassen Ballack aus dem Spiel und brachte Joe Cole, später kam noch Salomon Kalou anstelle von Zhirkov. Doch mehr Schwung für die Blues resultierte daraus nicht. Stattdessen machte Inter alles klar.

Eto'o nahm einen tollen Sneijder-Pass durch die Nahtstelle der Chelsea-Abwehr traumhaft sicher an und ließ Turnbull mit seinem Abschluss per Außenrist zum 0:1 keine Abwehrchance (79.). Chelsea verlor kurz vor dem Ende noch Drogba, der Ivorer leistete sich ein Nachtreten gegen Thiago Motta und flog vom Platz. In der Nachspielzeit hätte Eto'o fast sogar noch nachgelegt, scheiterte aber an einer guten Fußabwehr des Chelsea-Keepers (90.+3).

Malte Asmus

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