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Stuttgart glaubt gegen Barcelona an die eigene Chance
Stuttgart glaubt gegen Barcelona an die eigene Chance
Christian Gross glaubt an seine Chance

Trotz seiner schlechten Ausgangslage glaubt der VfB Stuttgart vor dem Champions-League-Duell beim FC Barcelona weiter an eine Überraschung. Der Außenseiter bringt aus dem Hinspiel zwar nur ein 1:1 mit und zeigte in der Liga zuletzt einige Schwächen, aber mit Blick auf das Achtelfinal-Rückspiel sagte Manager Horst Heldt: "Jens Lehmann wird im Tor nicht der Einzige sein, der das Spiel seines Lebens machen muss. Das gilt für alle. Dann haben wir eine kleine Chance."

Auch Trainer Christian Gross hält ein Weiterkommen für "schwierig, aber machbar". Er ließ seine Spieler sogar Elfmeterschießen üben, "damit wir uns später nicht den Vorwurf machen, nicht alles versucht zu haben". Der VfB bräuchte entweder eine Entscheidung auf diesem Weg, einen Sieg oder ein Unentschieden mit mindestens zwei Toren, um den Titelverteidiger und spanischen Meister doch noch auszuschalten.

Taktisch ist dieser Abend eine große Herausforderung. Der VfB muss eine Weltauswahl mit Stars wie Messi, Xavi und Zlatan Ibrahimovic an die Kette legen und dabei selbst die Offensive suchen. Laut Gross braucht es dafür nichts weniger als das "perfekte Spiel".

Champions League ist kein Dessert mehr

Er fordert, Barça keinen Spielraum zu lassen, vom eigenen Tor fernzuhalten und selbst blitzschnell nach vorn zu spielen. "Wir müssen noch besser und kompakter sein als im Hinspiel", sagte er bei der Pressekonferenz zu dieser Partie. "Wir müssen mutig, selbstbewusst und clever spielen. Dann gibt es auch in Barcelona Möglichkeiten."

Wie selbstbewusst die Stuttgarter in den gut drei Monaten unter Gross geworden sind, lässt sich rund um die Spiele gegen den Club-Weltmeister gut beobachten. Zu Beginn seiner Amtszeit war die Champions League nicht mehr als "ein Dessert" (Gross), das die Konzentration auf die Bundesliga nicht stören durfte. Mittlerweile klingt das anders.

Schon nach dem Hinspiel war der Ärger über das Ergebnis größer als der Stolz auf die eigene starke Leistung. Lehmann erklärte: "Wir können mit einem kleinen bisschen Optimismus in dieses Spiel gehen. Ich traue uns zu, dass wir weiterkommen." Gerade der Torwart möchte verhindern, dass es der letzte Champions-League-Abend seiner 22-jährigen Karriere wird.

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Bei allem Optimismus haben sich die Stuttgarter Vorzeichen in den vergangenen Tagen aber noch einmal verschlechtert. Der FC Barcelona und vor allem sein dreifacher Torschütze Lionel Messi präsentierten sich beim 3:0 gegen Valencia in verbesserter Form. In der zweiten Halbzeit erinnerte nichts mehr an das Team, das sich zuvor phasenweise vom VfB überrennen ließ oder die Tabellenführung in der spanischen Liga an Real Madrid verlor.

Guardiola ist vorgewarnt

"Sie haben uns im Hinspiel unterschätzt. Das werden sie nicht noch einmal tun", glaubt Heldt. Dass der Erzrivale aus Madrid vor einer Woche überraschend gegen Lyon scheiterte, hat Barças Bewusstsein zusätzlich geschärft. "Wir sind vorgewarnt. Das war eine Lektion für uns alle", sagte Trainer Josep Guardiola. Für das Spiel gegen Stuttgart gab er die Order aus: "Volle Offensive, immer nach vorn spielen, den Angriff suchen."

Der VfB hat bei seinen Spielen in Schalke (1:2) und Bremen (2:2) Schwächen gezeigt, die er sich in Barcelona nicht leisten kann. "Hinten haben wir zu viele Fehler gemacht und vorne hat uns die Entschlossenheit gefehlt", sagte Gross. Für neue Stabilität könnten zwei Umstellungen sorgen:

Der zuletzt gesperrte Matthieu Delpierre kehrt für Georg Niedermeier ins Abwehrzentrum zurück. Und neben Sami Khedira und Zdravko Kuzmanovic läuft mit Christian Träsch anstelle von Timo Gebhart wahrscheinlich eine dritte Defensivkraft im Mittelfeld auf. "Diese Überlegung gibt's", bestätigte Gross.

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