Duisburgs Christian Tiffert (l.) wird von Dominik Stahl bedrängt
Ein Fehler von Keeper Tom Starke hat dem MSV Duisburg eine 0:1-Heimniederlage gegen 1860 München beschert, weil Djordje Rakic den Patzer des Torhüters in der 84. Minute zum Siegtreffer und seinem ersten Tor für München nutzte. Damit dürften die Träume der Zebras, doch noch in den Aufstiegskampf einzugreifen, sich für diese Saison erledigt haben.
Der MSV, der unter Trainer Milan Sasic nur ein einziges von acht Heimspielen gewinnen konnte, hat nun schon sieben Punkte Rückstand auf den vom FC St. Pauli gehaltenen dritten Tabellenplatz. Vor 12.254 Zuschauern in der MSV-Arena boten beide Teams bei katastrophalem Rasen und strömendem Regen eine zerfahrene Partie ohne große Höhepunkte. Die Münchner verbesserten sich auf den siebten Tabellenplatz.
Die Hausherren, bei denen Olivier Veigneau kurzfristig wegen einer Muskelverletzung ausfiel und der 22-jährige Linksverteidiger Kevin Grund sein Profi-Debüt gab, versuchten aus einer stabilen Defensive zum Erfolg zu kommen. Duisburg erarbeitete sich zwar mehr Feldanteile, konnte im Angriff aber kaum Akzente setzen.
Rakics erstes Löwen-Tor
Einzig Srdjan Baljak sorgte vor der Pause für Gefahr. Einen Schuss des Stürmers konnte 1860-Keeper Gabor Kiraly aber parieren (19.), ehe Baljak per Kopf am Tor vorbeizielte (29.). Auf matschigem Untergrund scheuten die Gäste ebenfalls das Risiko. Stefan Aigner (16.) vergab die beste Chance der Löwen.
Im zweiten Durchgang erhöhte der MSV seine Bemühungen, blieb jedoch ohne Durchschlagskraft. Eine einzige wirklich gute Chance bot sich den Zebras, als Christian Tiffert nach einer Flanke von Olcay Sahan aus kurzer Distanz an Gabor Király im Löwen-Tor scheiterte.
Stimmen zum Spiel:
1/4
Milan Sasic: "Mit dieser Einstellung haben wir da oben in der Tabelle nichts zu suchen. Keiner hat Verantwortung übernommen, die Mannschaft spielte verstecken.
"
Die Münchner standen zwar sicher in der Abwehr, leisteten sich im Aufbauspiel aber zu viele Ungenauigkeiten und waren lange harmlos. Erst in der Schlussphase konnte Rakic den groben Fehler Starkes zum Siegtor nutzen. Alexander Ludwigs Freistoß von halblinks war von Sascha Rösler aufs Tor geköpft worden. Eigentlich hatte der Schlussmann den Ball dank einer Parade schon sicher, ließ ihn dann aber am Boden wieder aus den Handschuhen rutschen. Radhouene Felhi schaltete schnell und schob das Leder zu Rakic, der lange brauchte, um den Ball zu kontrollieren, ihn dann aber doch noch irgendwie über die Torlinie schob.
Die SpVgg Greuther Fürth und der FC St. Pauli haben vorgelegt und die Aufstiegs- konkurrenten Düsseldorf und Frankfurt vor deren direktem Duell unter Druck gesetzt.