Rooney schießt Manchester an die Spitze

Wayne Rooney traf doppelt
Dem furiosen Auftritt aus der Champions League gegen den AC Milan folgte ein 3:0-Sieg über Fulham, in dem Manchester United trotz drückender Überlegenheit vor dem Tor lange nicht zwingend genug agierte. Wayne Rooney und Dimitar Berbatov schossen am Ende aber doch einen standesgemäßen Erfolg heraus.
Mit seinen Saisontreffern 24 und 25 (46./84.) hatte Rooney Manchester United zunächst auf Kurs gebracht, ehe Berbatov (89.) mit dem Endstand kurz vor dem Ende die Rückkehr an die Spitze der Premier League brachte. Allerdings hat ManU 66 Punkte aus 30 Spielen geholt, während die Verfolger von Chelsea, die sich über Nacht auf dem Gipfel sonnen durften, 64 aus 29 Partien erzielten.
Gute Chancen, keine Tore
Manchester war im heimischen Old Trafford das klar spielbestimmende Team. Doch die Hausherren versäumten es im ersten Durchgang, ihre Überlegenheit auch in Tore umzumünzen. Wayne Rooney konnte in der Anfangsphase von Fulhams Stephen Kelly am Torschuss gehindert werden (10.). Die beste der vielen Chancen der Red Devils vergab der wieder ins Team zurückgekehrte Dimitar Berbatov, als er vom Fünfmeterraum per Kopf knapp über die Latte köpfte (25.).
Mit zunehmender Spieldauer wurde ManU immer bestimmender, doch im Abschluss nicht unbedingt erfolgreicher. Fulham-Keeper Mark Schwarzer konnte den nächsten strammen Rooney-Schuss aus dem Hinterhalt glänzend parieren (30.). Weitere Chancen verpufften, weil sich im letzten Moment immer noch ein Fulham-Spieler in die Schussbahn hatte werfen können.
Bei der mäßigen Chancenauswertung der Red Devils hätten sie sich nicht beklagen dürfen, wenn die Gäste bei einem ihrer wenigen Konter nach einem langen Pass von Danny Murphy auf Bobby Zamora durch dessen Chip in Führung gegangen wären. Der Stürmer verfehlte das Tor jedoch knapp (38.). Und da Rooney kurz vor dem Halbzeitpfiff erneut von der Strafraumgrenze am Tor vorbeischoss (44.), durften sich die Cottagers zum ersten Mal im Rahmen eines Premier League-Matches im Old Trafford über eine gegentorlose erste Hälfte freuen.
Steter Tropfen höhlt den Stein
Doch die Freude darüber währte nicht lange. Gerade einmal 30 Sekunden waren im zweiten Abschnitt gespielt, als Rooney auf Vorarbeit von Nani einen Abwehrfehler der Cottagers zum 1:0 ausnutzte (46.). Manchester drückte weiter und Fulham konnte sich nur bedanken, dass ein gut aufgelegter Schwarzer im Tor stand bzw. die Abschlüsse des Gegners meist derart schwach blieben wie der Versuch des ansonsten starken Nani, der den Ball hoch und weit auf die Tribüne feuerte (55.).
Eine Viertelstunde vor dem Ende wäre dann Fulham fast zurück in der Partie gewesen. Der eingewechselte Erik Nevland fand erneut Zamora, der jedoch in aussichstreicher Schussposition gerade noch von Nemanja Vidic gestoppt werden konnte (74.). Dann war wieder Manchester am Drücker und brach endlich den Bann. Zunächst verwertete Rooney eine tolle Vorarbeit von Berbatov zum 2:0 belohnt (84.), dann traf Berbatov selbst zum Endstand (89.).