Augsburg hängt den FC St. Pauli ab

Das tut weh: Löwe Mate Ghvinianidze springt Timo Schultz in den Rücken
Pech und Unvermögen. Die Tormaschine des FC St. Pauli ist endgültig ins Stocken geraten. Obwohl die Hamburger bei den Münchner Löwen über 80 Minuten in Überzahl agierten, verloren sie am Ende das Spiel. Aufstiegskonkurrent Augsburg spielt derzeit wesentlich effektiver und fuhr schon den vierten Sieg in Folge ein.
Nach mehr als 80 Minuten in Überzahl verloren die Hanseaten am Sonntag beim TSV 1860 München mit 1:2 (0:1) und büßten nach der dritten Niederlage in Serie den Kontakt zu den beiden direkten Aufstiegsrängen ein.
Durch die dritte Niederlage der letzten drei Spiele verliert der FC St. Pauli immer mehr den Kontakt zu den beiden direkten Aufstiegsrängen. Nach der frühen Roten Karte für den Löwen Charilaos Pappas (8. Minute) sorgte Stefan Aigner (23. Minute) gegen die völlig indisponierte Gäste-Abwehr per Kopf für das 1:0. Marius Ebbers (51.) traf zum Ausgleich, doch der überragende Aigner (57.) war dann wieder erfolgreich.
Nach der frühen Hinausstellung des Griechen sprach eigentlich Alles für die Hanseaten, doch es kam anders. Zu harmlos agierten die Gäste in numerischer Überlegenheit. Anders die Löwen, die jede Menge Kampfeswillen zeigten: Nach feinem Zuspiel von Dominik Stahl zirkelte Aigner den Ball per Kopf über den machtlosen Gäste-Keeper Mathias Hain hinweg ins Netz. Ein Tor mitten in der Drangphase der Gäste, die in der Schlussphase bei einem vermeintlichen Handspiel im Strafraum Pech hatten.
Augsburg überzeugt auch ohne die Tore von Michael Thurk
Augsburg ist derzeit nicht zu stoppen. Die Schwaben gewannen zu Hause mit 3:0 (0:0) gegen den SC Paderborn schon das vierte Spiel in Folge und rückten auf Platz zwei bis auf vier Punkte an Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern heran. Vor 25.825 Zuschauern trafen Nando Rafael (62. Minute/70.) mit einem Doppelschlag und Elton da Costa (83.). Der DFB-Pokal-Halbfinalist Augsburg hat neun Spieltage vor Saisonende schon vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang, den der in München geschlagene FC St. Pauli belegt.
Lange sah die ungewöhnlich große Kulisse in der Impuls Arena keinen Treffer. Hinten hielt der FCA zum fünften Mal nacheinander den Kasten sauber, vorne war er nach gut einer Stunde zur Stelle. Einen Kopfball von Marcel Ndjeng konnte Paderborns Torhüter Kasper Jensen noch abwehren, aber dann war Rafael aus abseitsverdächtiger Position zur Stelle. Wenig später war er aus dem Gewühl erfolgreich. Da Costa machte dann alles klar. Für Paderborn war es nach drei Siegen in Serie die erste Niederlage.
Duisburg hat noch Hoffnung
Der 1. FC Union hat sich am MSV Duisburg die Zähne ausgebissen. Die Berliner unterlagen den Rheinländern vor 13.357 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei 0:1 (0:0) und blieben im Tabellen-Mittelfeld stecken. Das Goldene Tor der Duisburger Gäste, die im vierten Spiel in Serie ungeschlagen blieben, schoss Björn Schlicke nach einem Freistoß in der 55. Minute. Die bedingungslose Offensive der Berliner in den letzten 20 Minuten nützte nichts mehr.