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Zidan vom Buhmann zum Matchwinner
Zidan vom Buhmann zum Matchwinner
Mohamed Zidan traf zweimal.

Manchmal in dieser Saison brachte er die schwarz-gelben Fans durch unnötige Ballverluste und übertriebene Hektik in Rage. An anderen Tagen dribbelte und schoss er sich in die Herzen der Anhänger. Seit gestern gilt Mohamed Zidan als der Spieler, der die Europapokalträume in Dortmund wieder aufleben lässt.

Noch zu Beginn der Woche gab es harsche Kritik, doch diesmal jede Menge Lob. Ausgerechnet der nach der schmerzlichen Derby-Pleite gegen den FC Schalke von seinem Trainer gescholtene Mohamed Zidan bewahrte Borussia Dortmund vor einem weiteren Rückschlag im Kampf um die internationalen Startplätze.

Mit zwei Zaubertoren (54./70.) und einem Assist avancierte der für seine großen Formschwankungen bekannte Angreifer beim verdienten 3:0 (1:0) über Borussia Mönchengladbach zum Matchwinner. "Das war ein Riesenspiel von ihm, eines der besten für Dortmund", befand der versöhnte BVB-Coach Jürgen Klopp.

Zidan hatte seine Körner nicht verschossen

Wie schon bei seinem Auftritt für die ägyptische Nationalmannschaft am Mittwoch gegen England (1:3) in London überzeugte Zidan als Torschütze und laufstarker Dribbelkünstler. Die Skepsis von Klopp, dass sich der launische Nordafrikaner mit der starken Partie im Wembley-Stadion zufriedengeben und wieder in eine ähnliche Lethargie wie beim Derby am vorigen Spieltag auf Schalke fallen könnte, erwies sich als unbegründet. "Das war nicht selbstverständlich. Schließlich kommt es oft vor, dass ein Spieler seine Körner im falschen Spiel verschießt", kommentierte der Fußball- Lehrer, der bei seiner kritischen Ansprache an Zidan zu Wochenbeginn offenbar genau den richtigen Ton getroffen hatte.

EINZELKRITIK
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Borussia Dortmund - Mönchengladbach
3,5
Roman Weidenfeller
Hatte nicht viel zu tun und hielt zwei Bälle, die er halten musste.
Borussia Dortmund
vor

Der Doppelschlag des Ägypters und der vierte Saisontreffer von Kevin Großkreutz (13.) nahmen den Dortmundern die Angst vor einem Sturz aus den Europacup-Rängen. Anders als in den vergangenen Wochen mit nur einem Sieg in fünf Spielen überwogen positive Erkenntnisse. "Wir waren in einer schwierigen Phase, in der viel von Krise geredet wurde. Das war genau die richtige Antwort", sagte Sebastian Kehl.

Sebastian Kehl mit gutem Comeback

Zur Trendwende trug nicht nur die Zidan-Show, sondern auch das starke Comeback des Mittelfeldspielers bei. Gleich in seinem ersten Startelf-Einsatz seit 256 Tagen schlüpfte Kehl in die ihm zugedachte Rolle als Leitwolf und setzte die kämpferischen Akzente, die Klopp bei der Derby-Schlappe der Vorwoche vermisst hatte. Aus seiner Genugtuung machte Kehl keinen Hehl: "Es war ein gutes Gefühl zurückzukommen, nachdem ich bereits totgeschrieben wurde. Ich wollte es einigen Leuten zeigen."

Deutlich weniger Grund zur Freude gab es für die Gäste. Nach vielen Spielen auf ansprechendem Niveau präsentierten sie sich in Dortmund ungewohnt mutlos. Ohne nennenswerte Gegenwehr überließen sie dem BVB die Regie. Die deutlichsten Worte für den schwachen Auftritt fand Abwehrspieler Tobias Levels: "Das war indiskutabel und nicht die Mannschaft, die sich bisher in der Saison gezeigt hat."

Ähnlich negativ fiel das Urteil von Michael Frontzeck aus. Dennoch verzichtete der Trainer auf harsche Kritik an seinen Profis: "So ein Spiel kann man sich mal erlauben. Aber nur, wenn man schon in der nächsten Woche wieder eine Reaktion zeigt." Im Duell mit Meister Wolfsburg soll seine Mannschaft wieder ihr wahres Gesicht zeigen. An eine Niederlage mit negativer Signalwirkung mochte Frontzeck nicht glauben: "Wir haben über Monate stabil gespielt."

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Wolfsburg - Freiburg 3:2
Dortmund - Leverkusen 1:0
FC Bayern - K'lautern 2:0
Bremen - Hoffenheim 1:1
Mainz 05 - Hannover 1:1
Stuttgart - Hertha BSC 5:0
M'gladbach - Schalke 3:0
Augsburg - Nürnberg 0:0
1. FC Köln - Hamburg 0:1
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