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Knappen im Höhenflug - Hinterhältige Schalker
Knappen im Höhenflug - Hinterhältige Schalker
Felix Magath will nichts von der Meisterschaft wissen

Nach dem 4:1-Coup bei Eintracht Frankfurt rückt Schalke 04 vorerst auf Platz zwei der Tabelle. Ein Angriff aus dem Hinterhalt, wie Bundestrainer Jogi Löw bemerkte, nicht ohne die Parallele zur Wolfsburger Meisterschaft im letzen Jahr zu ziehen. Taktik-Fuchs Felix Magath stapelt unterdessen weiter tief.

Felix Magath argumentierte reflexartig gegen das Lob des Bundestrainers. "Wir spielen jetzt gegen Stuttgart, Hamburg, Leverkusen und die Bayern. Da müssen wir uns ganz schön strecken. Erst danach kann man sagen, wohin die Reise geht", erklärte der gewiefte Schalke-Coach. Nur noch zwei Punkte beträgt der Rückstand auf den FC Bayern München, doch als Bayern-Jäger sieht Magath sein junges Team nicht. "Wir haben unsere Situation in der Tabelle stabilisiert, mehr nicht."

Sie kommen aus dem Hinterhalt

Der Bundestrainer muss nicht auf die Euphorie-Bremse drücken und so zeigte er sich unvoreingenommen beeindruckt. "Schalke kann in den Titelkampf eingreifen. Sie kommen aus dem Hinterhalt, das macht sie gefährlich. Das war ja letzte Saison mit Wolfsburg auch so. Mit denen hat ebenfalls keiner gerechnet", sagte Löw.

Magath sieht indes keine Parallelen zu seinem Meisterstück mit den Wölfen im Vorjahr. "Dort hatten wir eine andere Grundlage, weil wir schon im zweiten Jahr zusammengearbeitet haben. Außerdem hatten wir mit Dzeko und Grafite den besten Sturm und mit Misimovic den besten Vorbereiter der Liga. Jetzt haben wir vielleicht den besten Torjäger, aber das allein reicht nicht", sagte Magath.

Zwar hat Magath nicht die beste Offensive, wie noch im letzten Jahr beim VfL Wolfsburg, aber die beste Defensive. Die Knappen haben mit erst 19 Gegentreffern die stabilste Abwehr, zudem präsentieren sich Höwedes, Westermann, Matip und Bordon bei Standards im gegnerischen Sechzehner immer wieder enorm torgefährlich. Und wie heißt es im Mutterland des Fußballs: "Defense wins Championships."

EINZELKRITIK
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Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04
3,5
Oka Nikolov
Gute Szene des Frankfurter Keepers in der 63. Minute nach einem Schuss Rakitic', ansonsten angesichts weniger Schalker Schüsse auf sein Tor mit wenigen Gelegenheiten, sich auszuzeichnen.
Eintracht Frankfurt
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Hat Jogi Löw hingeschaut?

Nachdem sportal.de unter der Woche forderte, Kevin Kuranyi zurück in die Nationalelf zu holen, bewies der Torjäger einmal mehr sein Können. Kuranyi erzielte das vierte Tor selbst und bereitete den spielentscheidenden Treffer von Rakitic gekonnt vor. Doch die finanziell klammen Schalker werden sich die Dienste des 28-Jährigen, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, in der Zukunft kaum leisten können. "Wir sind derzeit nicht in der Lage, Kevin an uns zu binden", meinte Magath. Juventus Turin buhlt bereits um Kuranyi.

Der gestrige Sieg hat aber vor allem einen Vater, Taktikfuchs Magath. Er stellte Rafinha überraschend auf die linke Abwehrseite. "Ich habe ihn dort aufgestellt, weil Patrick Ochs auf dieser Seite immer wieder für Gefahr sorgt", erklärte der Coach. Das Ergebnis: Frankfurt fand in Halbzeit eins wenig Mittel. "Was mich ärgert, ist, dass wir Schalke in der ersten Halbzeit nie unter Druck setzen konnten", so Frankfurts Chef-Trainer Michael Skibbe.

Schalke kam ins Rudern

Nach dem Anschlusstreffer durch Alex Meier, kamen die Schalke dann aber noch einmal in die Bredouille. "Man kann aber nicht von einer souveränen Leistung sprechen, denn nach dem 1:2 sind wir ganz schön ins Rudern gekommen. Der Sieg war nicht so deutlich, wie er vom Ergebnis erscheint", bemängelte Magath diese Phase des Spiels.

Auch für Keeper Manuel Neuer gab es keinen Anlass, die Bodenhaftung zu verlieren. "Jetzt über die Meisterschaft nachzudenken, wäre falsch. Wir müssen erst einmal den Monat März überstehen. Da warten sehr schwere Spiele auf uns, deshalb können wir keine Prognose abgeben", sagte Deutschlands derzeitige Nummer Zwei. Wenn Schalke allerdings die nächsten vier Spiele punktet, werden sie den Hinterhalt verlassen müssen.

 

FUSSBALL | 1. BUNDESLIGA
Hertha BSC: Tretschok und Covic übernehmen
Fünf Niederlagen in Serie und vor allem die 0:5-Packung in Stuttgart waren eine zu große Hypothek für Michael Skibbe. Hertha BSC hat die Notbremse gezogen und zum zweiten Mal den Trainer entlassen, als Interimstrainer werden René Tretschok und Ante Covic fungieren.
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1. Bundesliga, 21. Spieltag
Wolfsburg - Freiburg 3:2
Dortmund - Leverkusen 1:0
FC Bayern - K'lautern 2:0
Bremen - Hoffenheim 1:1
Mainz 05 - Hannover 1:1
Stuttgart - Hertha BSC 5:0
M'gladbach - Schalke 3:0
Augsburg - Nürnberg 0:0
1. FC Köln - Hamburg 0:1
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