DFB-Damen verlieren Finale beim Algarve-Cup

Melanie Behringer und Meghan Schnur beim Zweikampf
Die deutschen Damen haben rund 16 Monate vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land einen Dämpfer hinnehmen müssen. Im Finale um den Algarve-Cup unterlag die DFB-Auswahl Olympiasieger USA mit 2:3 (1:2).
Vor 250 Zuschauern im portugiesischen Faro traf Inka Grings (40. Minute/75.) für die deutsche Elf doppelt. Carli Lloyd (18.), Abby Wambach (21.) und Lauren Cheney (69.) schossen die Tore für Rekordgewinner USA, der bereits zum siebten Mal beim Algarve-Cup triumphierte. Zuvor hatte Schweden im Spiel um den dritten Platz mit 2:0 (1:0) gegen China gewonnen.
Viele Umstellungen
Bundestrainerin Silvia Neid hatte das Endspiel wie angekündigt erneut zu einigen Experimenten genutzt. Angriffsspielerin Kerstin Garefrekes kam beim Welt- und Europameister auf der für sie ungewohnten linken Abwehrseite zum Einsatz. Grings und Melanie Behringer rückten wieder in die Offensive. Stammtorhüterin Nadine Angerer spielte für Ursula Holl, die zuvor gegen China beginnen durfte.
Bei der 17. Auflage des Algarve-Cups knüpfte die deutsche Mannschaft, die das Turnier erst einmal (2006) gewinnen konnte, im Finale nicht an ihre guten Leistungen aus der Gruppenphase an. Nach überzeugenden Siegen gegen Dänemark (4:0), Finnland (7:0) und China (5:0) fand die Neid-Elf nicht zu ihrem Rhythmus. Die Amerikanerinnen dominierten das Match und erarbeiten sich die besseren Torchancen.
Angerer hält DFB-Team im Spiel
Zunächst konnte Angerer zwar gegen Cheney (6.) parieren, doch nach einem abgefälschten Schuss von Lloyd war die deutsche Keeperin machtlos. Kurz darauf erhöhte Wambach mit einem Kopfball auf 2:0 für die USA. Angerer bewahrte ihre Mannschaft mit weiteren Paraden vor einem höheren Rückstand.
In einem temporeichen Match auf vom Regen durchweichtem Boden war das deutsche Team zwar bemüht, aber nicht so gedankenschnell und zweikampfstark wie die Amerikanerinnen. Nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 durch die Duisburgerin Grings erhöhte die DFB-Auswahl zwar den Druck, doch die Wende gelang nicht mehr. Cheney nutzte einen Patzer von Angerer zum 1:3, ehe erneut Grings nur noch verkürzen konnte.