Die deutschen Frauen haben das Finale beim Algarve-Cup erreicht. Die Auswahl des DFB besiegte China mit 5:0 (3:0) und schaffte den dritten Erfolg im dritten Turnierspiel.
Vor 250 Zuschauern im portugiesischen Faro erzielten Kerstin Garefrekes (2. Minute), Anja Mittag (16./32.), Babett Peter (75.) und Jennifer Zietz (90.+2) die Tore für das Team von Bundestrainerin Silvia Neid.
Die DFB-Auswahl war mit Siegen über Dänemark (4:0) und Finnland (7:0) ins Turnier gestartet. Im Endspiel trifft die Mannschaft als Tabellenführer der Gruppe A am Mittwoch auf das Team der USA, das sich mit 2:0 (1:0) gegen Schweden behauptete.
Neue Formation in Spiellaune
Gegen China hatte Neid, die das Turnier zu einigen Experimenten nutzt, ihre Elf auf mehreren Positionen geändert. Im Tor absolvierte die Duisburgerin Ursula Holl ihren ersten Turniereinsatz, Célia Okoyino da Mbabi, Sonja Fuss und Fatmire Bajramaj rückten ebenfalls neu in die Startformation. Die Frankfurterin Sonja Bartusiak hatte sich beim Aufwärmen unmittelbar vor dem Match verletzt und konnte wegen des Verdachts auf Nasenbeinbruch nicht auflaufen.
Auch in ungewohnter Formation harmonierten die Deutschen und gingen schnell in Führung. Die Frankfurterin Garefrekes war mit einem Schuss aus spitzem Winkel erfolgreich, Mittag erhöhte schnell. Angetrieben von der spielfreudigen Potsdamerin, die auch das 3:0 erzielte, dominierte der Favorit und ließ China sich nicht entfalten.
Im zweiten Durchgang vergab die Neid-Elf einige Torchancen. China blieb harmlos und musste noch Treffer durch Peter und Zietz sowie die Gelb-Rote Karte gegen Li Danyang (79.) hinnehmen. Im Endspiel des Algarve-Cups, den die DFB-Auswahl erst einmal (2006) gewann, kommt es zum Duell zwischen dem Welt- und Europameister aus Deutschland und den Olympiasiegerinnen aus den USA, die ebenfalls alle ihre Gruppenspiele gewannen.
Gegen die USA hatte Deutschland zuletzt im Herbst in Augsburg ein Testspiel verloren. So steht die Revanche auf dem Plan der DFB-Damen.
In der Neuauflage des Pokal-Finals 2011 hat Turbine Potsdam es verpasst, sich für die Niederlage im März zu revanchieren. Der Tabellenführer der Bundesliga kassierte sogar eine böse Packung und unterlag dem Dauerrivalen klar und deutlich mit 1:5.