Osnabrück baut die Tabellenführung aus

Lars Jungnickel gegen Dennis Schmidt
Der VfL Osnabrück ist gestrauchelt, aber konnte sich beim 1:1 gegen Dynamo Dresden so gerade noch auf den Beinen halten und die Tabellenführung verteidigen. Schlimmer erwischte es den FC Ingolstadt, der nach einer 1:0-Führung gegen Wacker Burghausen noch das Spiel und Platz zwei verlor.
12.100 Zuschauer hatten den Weg in die Osnatel-Arena gefunden, sahen aber zu Beginn eine lahme Partie, in der viele Fehler einen ordentlichen Spielfluss unterbanden. Erst nach einer halben Stunde zeigten sich die Gastgeber vor des Gegners Gehäuse, Dennis Schmidt scheiterte aber mit einem Kopfball aus der Nahdistanz.
Dresden hatte nicht sonderlich viel vom Spiel, in der Defensive stand die Mannschaft von Trainer Matthias Maucksch allerdings sicher - bis zur 41. Minute. Erneut stand Schmidt im Mittelpunkt, der nach einem Freistoß von Björn Lindemann nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte, um die Führung zu erzielen.
Ein anderes Bild dann im zweiten Durchgang, als die Gäste nach anfänglicher Findungsphase den Strafraum der Osnabrücker belagerten. Nach guten Chancen von Kegel und Röttger war es Lars Jungnickel, der nach einem Fehlgriff von Tino Berbig zum Endstand einnicken konnte.
Ingolstadt patzt in Burghausen
Trotz des Unentschiedens baute der VfL seinen Vorsprung in der Tabelle auf vier Punkte aus, denn der FC Ingolstadt patze bei Wacker Burghausen und verlor mit 2:4. Ingolstadts Coach Michael Wiesinger brachte Andreas Neuendorf von Beginn an, nachdem der Ex-Profi in der letzten Woche das Siegtor erzielt hatte.
Den Ton gaben allerdings die Gastgeber an, die mit breiter Brust auftraten und viel Druck entwickelten. Das Tor erzielten dann, ein wenig überraschend, die Gäste. Stefan Leitl erlief einen langen Ball und überwand Torhüter Manuel Riemann zum 1:0 (14.). Danach kehrte vorerst etwas Ruhe ein, bis Christoph Burkhard nach 30 Minuten ebenfalls überraschend den Ausgleich erzielte.
Nun überschlugen sich die Ereignisse: David Pisot sah wegen groben Foulspiels die Rote Karte (35.) und nur vier Minuten später nutzte Burghausen die numerische Überlegenheit, als Benjamin Gorka nach einer Ecke mit einem strammen Schuss für die Pausenführung sorgte. Der zweite Durchgang begann mit einem irregulären Tor von Neuendorf, danach gönnten sich beide Teams eine Auszeit.
Die letzten zehn Minuten hatten es dafür aber wieder in sich und sollten den Zuscheuern in Erinnerung bleiben. Zunächst machte Markus Grübl mit seinem 3:1 (83.) die Vorentscheidung perfekt. Mitten in den Jubel der Fans sorgte Fabian Gerber dann für den 3:2-Anschlusstreffer - das Zittern ging weiter. Christian Cappek sorgte dann für den 4:2-Schlusspunkt.
Heidenheim schiebt sich nach vorne
Von der siebten FC-Saisonpleite profitierte Aufsteiger 1. FC Heidenheim. Das Überraschungs-Team der Liga feierte mit dem 2:1 (1:1) bei Rot-Weiß Erfurt schon den siebten Erfolg in der Rückrunde und steht erstmals in der Saison als Zweiter auf einem direkten Aufstiegsplatz. Ingolstadt als Dritter hat aber wegen der zahlreichen Spielabsagen zwei Spiele weniger als das Spitzen-Duo absolviert.
Der SV Sandhausen hat wieder den Kontakt zu den Aufstiegsrängen hergestellt. Die Mannschaft von Coach Frank Leicht besiegte vor heimischen Publikum den SV Wehen Wiesbaden 2:1 (0:0) und liegt fünf Zähler hinter dem Relegationsplatz. Dabei erzielte Regis Dorn sein 17. Saisontor und bescherte Leicht einen gelungenen Einstand auf der Trainerbank. Er hatte am Donnerstag das Amt von Gerd Dais übernommen.
Aue mit knappem Sieg
Auch Erzgebirge Aue bleibt an der Spitzengruppe dran. Die Veilchen gewannen 1:0 (0:0) gegen Schlusslicht Wuppertaler SV. Das Verfolger-Duell Eintracht Braunschweig gegen Kickers Offenbach endete 0:0. Im Tabellenkeller hat sich der FC Bayern München II etwas Luft verschafft. Die Münchner feierten einen 2:0 (0:0)-Erfolg über den VFB Stuttgart II und haben vier Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen.
Auch am 26. Spieltag mussten einige Partien wegen des einsetzenden Tauwetters abgesagt werden. Neben dem Freitagsspiel Borussia Dortmud II gegen den FC Carl Zeiss Jena wurden auch die Samstagspartien Holstein Kiel gegen SpVgg Unterhaching sowie Werder Bremen II gegen Jahn Regensburg verschoben. Damit wartet Bremen weiter auf das erste Drittliga-Spiel in diesem Jahr.