Sandhausen entässt Trainer Dais

Gerd Dais muss sich einen neuen Verein suchen
Die 1:3-Niederlage gegen den Wuppertaler SV brachte das Fass zum Überlaufen. Wenige Stunden nach der achten Saisonpleite beurlaubte der SV Sandhausen seinen Trainer Gerd Dais.
"Wir sind der Meinung, dass wir nochmals alles tun müssen, um unser Saisonziel nicht aus den Augen zu verlieren. Am liebsten hätte ich heute fünf Spieler entlassen und nicht den Trainer. Doch der ist das schwächste Glied. Wir werden nie vergessen, was er in viereinhalb Jahren geleistet hat. Wir werden ihm dafür immer dankbar sein", sagte der konsternierte Präsident Jürgen Machmeier.
Am Tag danach war der Nachfolger bereits gefunden. Frank Leicht, zuvor für Eintracht Frankfurts U23 verantwortlich, tritt in Dais' Fußstapfen und sitzt bereits am Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden bei Sandhausen auf der Bank. Die Eintracht und der Fußballlehrer haben sich nach Angaben des Bundesligisten auf eine Vertragsauflösung mit sofortiger Wirkung geeinigt.
Kein Glück mit Neuzugängen
Der Vereinschef wirft Dais vor, die Mannschaft nicht weiterentwickelt zu haben. Dabei hatte der SVS in der Winterpause mit Necat Aygün, Kristjan Glibo und Matias Cenci drei erfahrene Spieler verpflichtet, um näher an die Aufstiegsplätze heranzurücken. Machmeier: "Wir wollen mit unserer Entscheidung ein klares Zeichen setzen, dass nun die Mannschaft in der Verantwortung steht und unseren Fans vermitteln, dass wir den Aufstieg noch nicht abgeschrieben haben."
Nach der Niederlage gegen den Tabellenletzten ist Sandhausen aber nur noch Siebter. Dais hatte den Verein seit 2007 von der Oberliga in die dritte Liga geführt. Das Training wird vorläufig Stürmer Sreto Ristic leiten. Ein Nachfolger von Dais steht derweil noch nicht fest. Machmeier: "Wir haben diese Entscheidung unvorbereitet getroffen, weil wir nicht damit gerechnet haben, heute zu verlieren. Der neue Mann soll die dritte Liga kennen und er soll der Mannschaft neues Leben einhauchen."