Birgit Prinz hat mit der deutschen Nationalmannschaft in ihrem 200. Länderspiel einen 3:0-Sieg gegen Nordkorea gefeiert. Vor 9570 Zuschauern in Duisburg erzielten Fatmire Bajramaj (21. Minute), Simone Laudehr (30.) und Celia Okoyino da Mbabi (50.) die Tore.
Pech hatte Torhüterin Nadine Angerer, die nach einem Zusammenprall bereits nach 18 Minuten mit einer Platzwunde am Schienbein vom Feld musste. So kam für die Weltmeisterin unverhofft die 22-jährige Lisa Weiß von der SG Essen-Schönebeck zu ihrem Debüt. Auch ohne die beiden am Oberschenkel verletzten Duisburgerinnen Annike Krahn und Inka Grings übernahm die DFB-Auswahl sofort das Kommando.
Prinz legt das erste Tor auf
Die erste gute Chance hatte die Frankfurterin Prinz, die vor dem Anpfiff von DFB- Präsident Theo Zwanziger für ihr 200. Länderspiel geehrt wurde. Doch den Schuss der 32-Jährigen (1.) konnte Nordkoreas Torfrau Hong Myong- Hui parieren. Kurz darauf wäre sie bei einem Lattenknaller von Melanie Behringer (4.) aber machtlos gewesen. Den Abpraller konnte Babett Peter nicht nutzen.
Gegen die kleinen und robusten Asiatinnen versuchten es die deutschen Frauen immer wieder mit hohen Bällen. Mit Erfolg: Prinz bediente mit einer weiten Flanke von links die Potsdamerin Bajramaj mustergültig, die ihre Elf per Kopf mit ihrem siebten Länderspieltor in Führung brachte. Das 2:0 resultierte aus einer Standardsituation. Laudehr traf nach Bajramajs Freistoß ebenfalls per Kopf.
Deutschland klar überlegen
Die mit vielen Junioren-Weltmeisterinnen angereisten Asiatinnen konnten der deutschen Spielkunst nur wenig entgegensetzen. Anders als beim 0:3 im WM-Viertelfinale 2007 und dem knappen 0:1 bei Olympia 2008 war der zweimalige Weltmeister klar überlegen, obwohl die Spielerinnen nach der Winterpause noch keine Spielpraxis hatten.
In der zweiten Hälfte brachte Neid einige frische Kräfte. Und das 3:0 war gleich eine Koproduktion der eingewechselten Kerstin Garefrekes und Okoyino da Mbabi, die mit dem dritten Kopfball-Tor der Partie für die Entscheidung sorgte. 20 Minuten vor Schluss kam auch die erst 18-jährige Duisburgerin Alexandra Popp vor heimischer Kulisse noch zu ihrer Länderspiel-Premiere.
In der Neuauflage des Pokal-Finals 2011 hat Turbine Potsdam es verpasst, sich für die Niederlage im März zu revanchieren. Der Tabellenführer der Bundesliga kassierte sogar eine böse Packung und unterlag dem Dauerrivalen klar und deutlich mit 1:5.