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Bayern erst nach der Pause in Siegeslaune
Bayern erst nach der Pause in Siegeslaune
Franck Ribéry und Arjen Robben (re) drehten das Spiel

Der FC Bayern München hat das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht, wo er zum FC Schalke 04 reisen muss. Auch wenn am Ende ein deutlicher 6:2-Sieg zu Buche stand, hatten die Münchner lange Zeit mit Greuther Fürth zu kämpfen und lagen zur Halbzeit sogar in Rückstand. sportal.de sah ein packendes Pokalspiel.

Die Aufstellung der Bayern zeigte, dass sie dieses Spiel sehr ernst nahmen. Die einzigen Veränderungen musste Louis van Gaal aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen vornehmen. Michael Rensing ersetzte den angeschlagenen Hans-Jörg Butt im Tor. Daniel van Buyten und Bastian Schweinsteiger mussten ebenfalls passen. So rückte Christian Lell in die Mannschaft und die Bayern-Fans durften sich endlich mal wieder von Beginn an über die Flügelzange Arjen Robben und Franck Ribéry freuen.

Die Gastgeber nahmen von Beginn an das Spiel in die Hand und wurden bereits in der fünften Minute mit der Führung belohnt. Ribéry bediente Thomas Müller mit einem Traumpass und der 20-Jährige schob den Ball überlegt an Torwart Stephan Loboué vorbei ins Fürther Tor.

Fürth übernimmt das Ruder

Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Mit etwas Glück tankte sich Christopher Nöthe durch die Bayern-Abwehr und vollendete ebenso souverän wie Müller wenige Minuten zuvor (10.). Die Zuschauer sahen zu Beginn ein packendes Pokalspiel.

Zur Überraschung vieler kamen die Gäste besser mit dem schneebeckten Boden zurecht. Vor allem Robben hatte in der Anfangsphase einige Mühe mit Ball und Rasen und leistete sich einige eklatante Fehlpässe. Aber nicht nur der Niederländer hatte seine Probleme. Die Bayern bekamen kein vernünftiges Spiel zustande.

Fürth war die gefährlichere Mannschaft und hatte in der 28. Minute die Riesenchance, in Führung zu gehen. Anatoliy Tymoshchuk ließ sich den Ball 30 Meter vor dem eigenen Tor den Ball von Milorad Pekovic abnehmen, dieser passte am Strafraum auf Sami Allagui, doch der Schuss des Tunesiers konnte von Holger Badstuber noch zur Ecke abgelenkt werden.

Der dreifache Allagui

Nur drei Minuten später hatte Allagui erneut die Riesenchance zur Führung nach einem katastrophalen Missverständnis zwischen Martin Demichelis und Badstuber, doch diesmal zirkelte der 23-Jährige den Ball am langen Pfosten vorbei. Die Bayern-Hintermannschaft schwamm und eine Führung der Gäste wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient gewesen.

In der 41. Minute war es dann aber soweit, seine dritte Möglichkeit nutzte Allagui. Nicolai Müller setzte sich auf der linken Seite gegen Lell durch, seine Flanke fand im Zentrum den Tunesier, der zum 2:1 für die Gäste einköpfte. Badstuber und vor allem Rensing im Tor sahen in dieser Szene nicht gut aus. Mit der verdienten Führung für Greuther Fürth ging es in die Halbzeit.

Den zweiten Durchgang begannen die Bayern sichtlich bemüht, doch es schlichen sich einfach zu viele Fehler in ihr Spiel und die Fürther Abwehr stand zudem äußerst sicher. Erst in der 56. Minute konnten sich die Gastgeber wieder eine Möglichkeit erarbeiten, doch Müller verpasste eine Hereingabe knapp.

Die Hand Fürstners

Eine Minute später aber ging ein Schuss Robbens im Strafraum an den Arm von Stephan Fürstner und Schiedsrichter Michael Weiner entschied zurecht auf Strafstoß. Den verwandelte der Niederländer zum 2:2-Ausgleich (58.).

180 Sekunden später lag der Favorit plötzlich mit 3:2 in Führung. Der kurz zuvor eingewechselte 17-jährige Österreicher David Abala nutzte eine Verwirrung in der Abwehr der Fürther, spielte den Ball zu Ribéry und der Franzose hatte keine Mühe, sein Team in Führung zu bringen.

In der 65. Minute machte dann Philipp Lahm alles klar. Ribéry setzte den Außenverteidiger ein, dessen Schuss von Marco Caliguri noch unhaltbar abgefälscht wurde. Fürth suchte zwar weiterhin die Offensive, aber die Abwehr der Bayern hatte nun mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken ihre Sicherheit gefunden.

Die Gastgeber hatten den Gegner nun endgültig im Griff und durften sich auch noch über den fünften Treffer freuen. Robben bediente Müller und der schob ganz routiniert zum 5:2 ein (82.). Ein Eigentor von Allagui (89.) machte das Ergebnis dann zu deutlich für die couragiert aufspielenden Gäste.

Henning Schulz

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