Ribéry kann sich Champions League-Sieg vorstellen

Franck Ribéry überlegt noch
Was gelernte Journalisten bisher nicht aus Franck Ribéry herauskitzeln konnten, ist auch Ex-Fußballer Bixente Lizarazu in seiner neuen Rolle als Radiomoderator nicht gelungen. Mehr als ein paar Allgemeinplätze und definitive Vielleichts konnte auch Lizarazu dem Ex-Kollegen in seiner französischen Sendung Club Liza nicht entlocken.
In dem Interview mit dem Radiosender RTL hielt es Ribéry zumindest nicht für unmöglich, dass Bayern in dieser Saison der Triumph in der Champions League gelingen könnte. „Wir können es schaffen, im Fußball ist alles möglich (...) in dieser Saison haben wir ein besseres Team, wir sind stärker als im vergangenen Jahr", erklärte er.
Favorit sei man aber auf keinen Fall. „Bayern ist einer der größten Vereine der Welt, aber es gibt vielleicht stärkere Mannschaften, wie etwa Barcelona, Real, Manchester United oder Chelsea", betonte Ribéry und äußerte damit eigentlich keine wirklich bahnbrechende Erkenntnis.
Barca, Real oder doch Bayern?
Auch zu seiner persönlichen Zukunft lieferte das Interview keine neuen Fakten. Ribéry äußerte sich nur vage und erklärte vor einer schweren Wahl zu stehen. „Ich verstehe mich mit Titi (dem französischen Barcelona-Stürmer Thierry Henry) sehr gut. Er würde sich sicher auch sehr freuen, wenn ich nach Barcelona ginge. Es gibt viele Menschen, die mich in Madrid sehen wollen, in Barcelona. Wie es auch viele gibt, die wollen, dass ich bei den Bayern bleibe. Das wird eine schwere Entscheidung, die ich treffen muss, das wird nicht einfach sein", räumte der 26-Jährige ein.
Alles gut im Lager der Franzosen
Mit der französischen Nationalmannschaft hat Ribéry im WM-Jahr große Pläne. „Wir haben großartige Spieler und gehören zu den ganz großen Nationen. Wir sind die Auswahl Frankreichs", sagte Ribery und trat den Vorurteilen entgegen, dass die Equipe Tricolore von internen Streitigkeiten zerrissen sei.
Die Stimmung innerhalb des Nationalteams sei „supergut", ist sich Ribéry sicher. Auch wenn seine Meinung nicht so ganz auf frischen Erkenntnissen beruht. So musste er gegenüber Lizarazu zugeben: „Ganz ehrlich, ich bin seit einigen Spielen nicht mehr dabei, aber davor war das Klima sehr, sehr gut".