Offenbach feuert Trainer Menze

Steffen Menze sucht einen neuen Club
Kickers Offenbach hat nach sieben sieglosen Spielen in Serie Coach Steffen Menze gefeuert. "In meiner nunmehr fast zehnjährigen Amtszeit mussten wir schon viele harte Entscheidungen treffen. Die Trennung von Steffen Menze gehört zu den härtesten und fällt mir menschlich besonders schwer", sagte Kickers-Präsident Dieter Müller.
Der Ex-Nationalspieler will mit der Entscheidung der Mannschaft einen Schub im Aufstiegskampf geben. "Wir mussten so reagieren, um unsere Chancen im Kampf um den Aufstieg zu wahren", meinte Müller. Am Sonntag verloren die Hessen, die mittlerweile auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht sind, mit 1:2 gegen Borussia Dortmund II.
Wer tritt in Menzes Fußstapfen?
Sportmanager Andreas Möller hat die Suche nach einem Nachfolger derweil bereits aufgenommen. Als Kandidaten werden Ex-Trainer Jörn Andersen, Rudi Bommer und Tomas Oral gehandelt, die alle derzeit ohne Job sind. "Die Namen kommentiere ich nicht", sagte der Ex-Nationalspieler, der nicht für das Amt zur Verfügung steht.
"Der aktuelle Leistungszustand der Mannschaft hat uns keine andere Wahl gelassen. Wir werden versuchen, kurzfristig einen neuen Cheftrainer zu präsentieren, der unserer Mannschaft das nötige Selbstvertrauen zurückgibt. Die Ausgeglichenheit in der dritten Liga zeigt, dass noch nichts verloren ist", so Möller kämpferisch.
Der 41 Jahre alte Menze hatte am 7. Oktober 2009 das Traineramt von Hans-Jürgen Boysen übernommen, der überraschend dem Lockruf des benachbarten Zweitligisten FSV Frankfurt folgte. Zuvor hatte er unter Boysen als Co-Trainer gearbeitet. Die Kickers waren zunächst mit seiner Arbeit zufrieden und hatten am 29. Januar den Vertrag bis Juni 2011 verlängert. Es folgten die sportliche Talfahrt und die Trennung.