Sport Live bei sportal.de
Sport Live bei sportal.de
Sport Live bei sportal.de
Sport Live bei sportal.de
Startseite | Live-Ticker | Ergebnisse
FUSSBALL | 1. BUNDESLIGA
Schriftgröße: 
Fünf Antworten auf den 21. Spieltag
Fünf Antworten auf den 21. Spieltag
Felix Magath kann manche Entscheidungen nicht verstehen

Die Selbstzerfleischung der Wölfe, der Reifeprozess von Schweini, die Jäger-Karikaturen aus Berlin, Hamburger im Labbadia-Fieber und die Amateurisierung des Profifußballs - sportal.de fasst die wichtigsten Erkenntnisse des Bundesliga-Wochenendes zusammen.

1. Schweinsteiger ist erwachsen geworden
Als frecher Schweini auf dem Flügel haben die deutschen Fußballfans Bastian Schweinsteiger beim Confed Cup 2005 und bei der WM 2006 kennen- und lieben gelernt. Doch diese Zeiten sind mittlerweile längst Geschichte. „Den Schweini gibt es nicht mehr", erklärte der 25-Jährige dem kicker. In den letzten Jahren suchte er nach seiner idealen Position in der Mannschaft, wurde von Ex-Manager Uli Hoeneß einige Male hart kritisiert.

Doch seit Louis van Gaal seine Qualitäten in der Zentrale erkannt hat und ihn auf die Position des Sechsers beordert, hat die Karriere von Schweinsteiger einen neuen Schub bekommen. Wechselten sich starke Auftritte in der letzten Saison noch mit ziemlich mäßigen Darbietungen ab, liefert er seit einigen Wochen konstant starke Leistungen ab und hat es am 21. Spieltag erneut in die sportal.de-Elf der Woche geschafft.

"Ich weiß mittlerweile, was wichtig ist, gerade wo ich jetzt dritter Kapitän bin und im Zentrum spiele, ich weiß um meine Verantwortung", erklärte er im kicker seinen Reifeprozess. "Mir tat es gut, dass ich Fehler gemacht habe, aus denen ich lernen konnte. Viele machen nie Fehler und dann einen großen - und dann wissen sie nicht, wie sie da rauskommen sollen." Kann er seine Leistungen weiter stabilisieren, wird er auch in der Nationalelf sicher bald seine Chance auf der Problemposition des Sechsers bekommen.

2. Die Wölfe zerfleischen sich nur noch gegenseitig

In der letzten Saison agierte der VfL Wolfsburg selbstbewusst und aggressiv, schoss die Bayern im eigenen Stadion mit 5:1 ab und wurde hochverdient Deutscher Meister. In dieser Spielzeit glänzen die Niedersachsen dagegen mit schon erschreckender Harmlosigkeit - nicht nur vor dem Tor (siehe Grafites Elfmeter), sondern vor allem in Zweikämpfen.

Bei der 1:3-Heimniederlage gegen Bayern erwiesen sich die Wölfe als besonders harm- und zahnlos, gewannen gerade einmal 39 Prozent der Zweikämpfe mit dem Gegner. Während sie die Gegenspieler schonen, gehen sie in den eigenen Reihen deutlich aggressiver zu Werke. Zvjezdan Misimovic reagierte auf seine Auswechslung und die anschließende Standpauke von Trainer Lorenz-Günther Köstner gereizt.

Erst verweigerte er dem Coach beim Verlassen des Platzes den Handschlag, dann bellte er in der Wolfsburger Allgemeinen auf Köstners Forderung („Ich erwarte Professionalität und keine Quatscherei"): "Ich suche kein Gespräch mit dem Trainer. Ich spiele für den Verein und für niemanden sonst." Und auch zwischen Grafite und Edin Dzeko scheint die Chemie nicht mehr zu stimmen. Als der Brasilianer seinen Sturmpartner abklatschen wollte, drehte der sich einfach weg.

Vielleicht sollte man in Wolfsburg eher auf Gruppengespräche bzw. kommunikativere Aktivitäten setzen, als die Abende vor dem Spiel im dunklen Kinosaal zu verbringen - da kann kein Mannschaftsgeist im Rudel aufkommen.

3. Aufholjäger sehen anders aus

Unter einem Jäger stellt man sich eigentlich eine imposante Erscheinung vor, die mit der Flinte im Anschlag auf ihre Beute lauert und im richtigen Moment abdrückt. Doch was die selbsternannten Aufholjäger von Hertha BSC Woche für Woche abliefern, erinnert eher an die Karikatur eines Jägers bzw. an einen, der erstmalig ein Gewehr in der Hand und noch einen langen Weg absolvieren muss, um überhaupt einmal den Jagdschein zu bekommen.

1:2 gegen die krisengeschüttelten Bremer verloren und damit wie seit nunmehr fast fünf Monaten weiter das abgeschlagene Schlusslicht der Tabelle - an eine Rettung von Hertha BSC glauben nur noch grenzenlose Optimisten. Denn wie soll das eigentlich gehen? Hertha erspielt sich laut Berliner Morgenpost deutlich weniger Großchancen als die Konkurrenz im Abstiegskampf, hat gerade einmal 17 Tore in der laufenden Saison erzielen können.

Die Gründe liegen auf der Hand: Friedhelm Funkel hat in seinem Bestreben die Torso-Abwehr der Hinrunde endlich zu stabilisieren seiner Mannschaft eine sehr defensive Ausrichtung verpasst. Doch das erwies sich als Eigentor. Denn nun steht die Abwehr der Berliner zwar sicherer, dafür geht im Spiel nach vorne nichts. Die Hertha entwickelt kaum Initiative zur Balleroberung, lanciert kaum gefährliche Gegenangriffe die zu gefährlichen Flanken führen könnten. Erst 202 Versuche haben die Berliner überhaupt in dieser Saison abgegeben, das sind gerade einmal knapp zehn pro Spiel. Kein Wunder, dass bei dieser mageren Quote die Stürmer völlig in der Luft hängen.

Trotzdem verbreitet Trainer Friedhelm Funkel weiterhin gebetsmühlenartig gute Stimmung. "Die Mannschaft hat sich stabilisiert. Wir werden auch in den nächsten Woche wieder Spiele gewinnen", erklärte er erneut. Dabei hat die Mannschaft in den 14 Spielen unter ihm gerade mal einen einzigen eingefahren. In der BZ erklärte er, dass er trotz bereits acht Punkten Rückstand auf Platz 15 von einer Rettung am 34. Spieltag ausgeht - ausgerechnet gegen Bayern München: „Die Münchner sind dann schon Meister. Deshalb werden wir gewinnen und uns retten." Die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zuletzt.

Weiterführende Links:
4. Der HSV kann einfach nur 75 Minuten

Das 3:3 des HSV in Köln hat einmal mehr bewiesen, dass die Schlussviertelstunde einfach die Achillesferse der Hamburger ist. Seit dem zehnten Spieltag hat der HSV nun bereits zum sechsten Mal durch Gegentore nach der 75. Minute wichtige Punkte abgegeben. „Wir haben nach dem 3:1 das Fußballspielen eingestellt", schimpfte Coach Bruno Labbadia.

Doch warum seiner Mannschaft in der Schlussviertelstunde so oft die Puste ausgeht, darauf wusste auch der Trainer keine Antwort. Einige - vielleicht etwas voreilige - Kritiker schon, die verweisen angesichts der bisherigen Rückrundenbilanz von gerade einmal fünf Punkten aus vier Spielen vielsagend auf die beiden letzten Trainerstationen Labbadias. Vor zwei Jahren hatte er nach der Vorrunde mit Greuther Fürth in der Zweiten Liga als heißer Aufstiegsaspirant gegolten, erlebte aber nach der Winterpausen einen Einbruch und stürzte ins Mittelfeld ab. Das gleiche Schicksal ereilte ihm in der letzten Saison in Leverkusen.

Eine weitere Parallele: Bei Bayer kritisierten die Spieler damals die Trainingsinhalte des Coaches. Wie aktuell Marcell Jansen, der der Presse erklärte, warum gerade zwei Kölner Standardsituationen den HSV um den Sieg brachten: „Wir haben die ganze Woche über die Stärken der Kölner gerade bei Standards gesprochen. Vielleicht haben wir zuviel darüber geredet, wo deren Stärken sind, sodass wir bei jeder Standardsituation gedacht haben, oh, jetzt wird es gefährlich. Manchmal muss man es nur ein Mal ansprechen - und dann ist es auch gut. Die Mannschaft und das Trainer-Team sollten sich darüber unterhalten und beide Seiten anhören."

5. Amateure entscheiden die Meisterschaft

Die Amateure des eigenen Clubs machen Felix Magath regelmäßig große Freude. Christoph Moritz hatte er wegen dessen guter Leistungen zuletzt sogar zum Profi befördert. Doch die Amateure in den Führungsetagen der Fußballverbände treiben dem Schalke-Trainer die Zornesröte ins Gesicht.

Beim 0:0 in Freiburg kosteten sie die Königsblauen zwei wichtige Punkte im Rennen um die Meisterschaft. „So lange Amateure über Profis bestimmen, müssen wir damit leben" hatte sich Magath echauffiert, nachdem das Schiedsrichtergespann beim 0:0 gegen Freiburg in der 47. Minute einem Kopfball von Marcelo Bordon, der von der Unterkante der Latte klar hinter die Linie geprallt war, die Anerkennung verweigert hatte.

Mit einem einem Chip im Ball oder der Torkamera wäre das nicht passiert... Doch „es gibt eben weiterhin Leute, die nichts davon halten, technische Hilfsmittel im Profibereich anzuwenden", schimpfte Magath. Die Referess nahm er ausdrücklich in Schutz, die verbohrten Holzköpfe in den Verbandsspitzen, die sich vehement gegen den Fortschritt stellen, dafür umso schärfer ins Visier. „Das ist ja die alte Nummer. Der DFB, die UEFA oder irgendein Verband glaubt, ohne die neuartigen Instrumente auskommen zu können (...) - im Profigeschäft, wo es um viel Geld geht."

Schalke hätte die zwei wichtigen Punkte im Rennen um die Meisterschaft und die Geldtöpfe Champions League gut gebrauchen können. Durch das Remis in Freiburg konnte der Rückstand von drei Zählern auf die Tabellenspitze nicht verkürzt werden.

Malte Asmus

|
MySpace
Studi VZ
FUSSBALL | 1. BUNDESLIGA
Telegramm: Der 27. Spieltag
Telegramm: Der 27. Spieltag
Bei Eintracht Frankfurt kann der FC Bayern wieder auf Franck Ribéry zurückgreifen. sportal.de hat die voraussichtlichen Aufstellungen.
ERGEBNISSE
1. Bundesliga, 27. Spieltag
1. FC Köln - M'gladbach -:-
Frankfurt - FC Bayern -:-
Nürnberg - Hoffenheim -:-
Stuttgart - Hannover -:-
Bremen - Bochum -:-
Freiburg - Mainz 05 -:-
Dortmund - Leverkusen -:-
Hamburg - Schalke -:-
Wolfsburg - Hertha BSC -:-
   alle Ergebnisse im Überblick
LIVE-TICKER
Fußball: Champions League
Auslosung 12:00
Fußball: Europa League
Auslosung 13:00
Fußball: Regionalliga West
Konferenz 18:00
Fußball: 2. Liga, 27. Spieltag
Konferenz 18:00
Koblenz - Fürth 18:00
Rostock - Duisburg 18:00
Cottbus - St. Pauli 18:00
Fußball: Regionalliga Süd
Konferenz 19:00
Fußball: Regionalliga Nord
Konferenz 19:00
Fußball: 3. Liga, 29. Spieltag
Stuttgart II - Osnabrück 19:00
Eishockey: DEL, 59. Spieltag
Konferenz 19:30
Handball: HBL, 24. Spieltag
Konferenz 19:45
Fußball: Bundesliga, 27. Spielt.
Köln - M'gladbach 20:30
Tennis: Indian Wells
Viertelfinale 21:00
   alle Live-Ticker im Überblick
Anzeige
TRANSFERS
   alle Transfers im Überblick
TOP NEWS TICKER Pop-up
23:37
23:12
   alle Top News des Tages
BILDERGALERIEN
Fußball
Europa League, Verrückte Spiele mit HSV und Bremen
Fußball
Die Champions-League-Elf des Spieltages
Fußball
Stuttgart geht bei Barca unter
   alle Bildergalerien
mobil.sportal.de
Für Handy, Blackberry, PDA und iPhone
Webbaukasten
alle Ergebnisse, Tabellen und News für Ihre Webseite
Downloads
Wallpaper und Bildschirm- schoner, Toolbar, u.v.m.
Newsletter
Erstellen Sie sich Ihren persönlichen Newsletter
RSS
News, Ergebnisse u.v.m per RSS-Feed auf Ihrem Desktop!
Widgets
Applikationen für Ihre Profilseiten, Blogs, Desktop u.v.m.
SCHLAGWORTE
achtelfinal barcelona bayern bundesliga champions coach einzug euro europa fußball hamburger hinspiel offensive rückspiel sportal trainer valencia vertrag viertelfinale wolfsburg
| | | | | | | | | | | |
| | |
| | | | | |