Kaiserslautern wieder Spitze, Rekordkulisse in Düsseldorf

Rodnei (re.) im Luftkampf mit Nejmeddin Daghfous
Die Hoffnungen vom FC St. Pauli wurden nicht erfüllt. Nur zwei Tage durften sich die Hamburger über die Tabellenführung freuen, dann schlug der 1. FC Kaiserslautern wie schon am letzten Spieltag erfolgreich zurück und führt das Feld nun weiterhin nach einem 3:0-Erfolg über Paderborn mit einem Punkt Vorsprung an.
Fortuna Düsseldorf unterstrich mit dem 2:0 (2:0)-Derbysieg gegen den MSV Duisburg seine Aufstiegsambitionen. Der Tabellenvorletzte FSV Frankfurt verpasste mit dem 1:1 (0:0) gegen Alemannia Aachen den Sprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz.
Vor 25.880 Zuschauern im nur halbgefüllten Fritz-Walter-Stadion gelangen Erik Jendrisek mit einem Doppelschlag (47. Minute/86.) sowie Manuel Hornig (90. +1) die Tore. Damit sind die Roten Teufel der Rückkehr in die Bundesliga wieder einen Schritt näher gekommen und haben acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz drei. Paderborn hielt Rang neun.
FCK-Coach Marco Kurz hatte nach dem dritten Kreuzbandriss von Pierre de Wit Afrika-Cup-Rückkehrer Georges Mandjeck in die Startformation genommen. Bei Paderborn erhielt nach der 0:2- Heimniederlage gegen den FSV der Mainzer Neuzugang Nejmeddin Daghfous eine Chance. Der quirlige Stürmer verpasste schon in der 4. Minute die SC-Führung, als er Lauterns Torwart Tobias Sippel ausspielte, der Brasilianer Rodnei aber den Ball von der Linie beförderte. In dem temporeichen Spiel übernahm der FCK die Initiative, konnte die Dominanz aber nicht umsetzen.
Marco Kurz mit dem richtigen Händchen
Dann bewies Coach Kurz eine glückliche Hand, wechselte in der 46. Minute Jendrisek für den glücklosen Srdja Lakic ein und schon eine Minute später gelang dem Slowaken nach Flanke von Ivo Ilicevic sein siebtes Saisontor.
Kaiserslautern setzte auf Konter und Jendrisek krönte seinen Glanztag mit seinem achten Saisontreffer nach Flanke des gerade eingewechselten Markus Steinhöfer. Hornig belohnte sich bei seinem Kurzeinsatz noch mit dem Treffer zum 3:0. "Diese Punkte waren sehr notwendig. Die Einwechslungen haben heute gefruchtet", stellte Trainer Marco Kurz zufrieden fest.
Vor der Zweitliga-Saisonrekordkulisse von 48.500 Zuschauern in der ausverkauften Esprit-Arena, unter ihnen auch Box-Weltmeister Wladimir Klitschko, sorgten Andreas Lambertz (17. Minute) dank eines schweren Patzers von MSV-Torhüter Tom Starke und Martin Harnik (24.), der seinen zehnten Treffer dieser Spielzeit erzielte, schon vor der Pause für die beruhigende Führung des Aufsteigers. Düsseldorf liegt mit 37 Punkten an Position fünf, Duisburg ist Sechster (34).
Nach dem Wechsel wurde der MSV offensiver, ohne die Gastgeber, die zu Hause weiterhin ungeschlagen sind, gefährden zu können. Duisburger Torchancen blieben Mangelware, obwohl die Elf von Trainer Milan Sasic zwischenzeitlich das Kommando übernahm. Der Duisburger Adam Bodzek wurde wegen wiederholten Foulspiels des Feldes verwiesen (78.).
Frankfurt wurde nicht belohnt
Die Frankfurter kamen vor 3.168 Zuschauern im Volksbank-Stadion gegen Alemannia Aachen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und liegen aufgrund der schlechteren Tordifferenz weiter hinter der punktgleichen TuS Koblenz auf Platz 17. Alexander Voigt hatte die Hessen in der 76. Minute per Kopf in Führung gebracht, Benjamin Auer glich fünf Minuten später für die weiter im Mittelmaß steckenden Aachener aus.
Eine Woche nach dem 2:0-Erfolg beim SC Paderborn zeigten die Frankfurter erneut eine ansprechende Leistung. In der 20. Minute hatte Cidimar die große Chance zur Führung. Der zweifache Torschütze vom vergangenen Sonntag scheiterte aber frei stehend am gut reagierenden Aachener Torhüter Thorsten Stuckmann.
Die Aachener wachten erst nach dem Seitenwechsel auf, drängten dann aber auf die Führung. Doch Thorsten Burkhardt (51.), Kevin Kratz (64.) und Babacar Gueye (64.) scheiterten jeweils am stark reagierenden Patric Klandt im Frankfurter Tor. Etwas überraschend gingen die Gastgeber dann 14 Minuten vor dem Ende in Führung, aber Torjäger Auer bewahrte die Aachener vor einer weiteren Niederlage.