Joachim Löw darf sich auf interessante Gegner freuen
Die deutsche Nationalmannschaft steht in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine vor interessanten und lösbaren Aufgaben.
Der dreimalige Europameister bekommt es in der Gruppe A mit der Türkei, Österreich, Belgien, Kasachstan und Aserbaidschan zu tun. Dies ergab die Auslosung im Kulturpalast der polnischen Hauptstadt Warschau. Die Qualifikationsspiele für das Turnier in zwei Jahren beginnen am 3. September 2010 und enden am 11. Oktober 2011.
Ob Joachim Löw nach den Querelen um die Vertragsverlängerung seines Trainerstabes bei Beginn der Qualifikationsspiele am 3. September 2010 noch auf der deutschen Bank sitzen wird, ließ er offen: "Das wird man sehen. Ich mache mir darüber jetzt keine Gedanken."
Er werde sich nur einen Tag mit der Europameisterschaft beschäftigen, wenn die Mannschaftsvertreter in der nächsten oder übernächsten Woche zwecks Terminabsprache nach Frankfurt kommen. Ansonsten sei er ganz auf die Weltmeisterschaft im Sommer in Südafrika fokussiert, so Löw. Die Ausscheidung für die EM in zwei Jahren endet am 11. Oktober 2011.
Erinnerungen an 2008
Österreich und die Türkei waren zuletzt während der EURO 2008 deutsche Gegner. Gegen die EM-Gastgeber gelang in Wien ein 1:0-Erfolg, die Türken wurden im Halbfinale in Basel 3:2 bezwungen. Auch gegen Belgien gab es im letzten Aufeinandertreffen im August mit 2:0 einen deutschen Sieg.
Reaktionen:
1/5
Daniel van Buyten: "Wir freuen uns sehr auf Deutschland. Wir haben wieder eine Nationalmannschaft, die zuletzt gute Ergebnisse erzielt hat."
Auf die vom früheren Bundestrainer Berti Vogts betreuten Aserbaidschaner war die DFB-Elf erst in der Ausscheidung für die WM in Südafrika getroffen. Dabei hieß es 2:0 und 4:0 für die Elf von Joachim Löw. Das vom ehemaligen Bundesliga-Profi Bernd Storck trainierte Kasachstan war noch nie deutscher Gegner.
Härter als die deutsche Elf traf es Ottmar Hitzfelds Schweizer, die es in der G unter anderem mit England zu tun bekommen. Ex-Europameister Griechenland mit Otto Rehhagel auf der Trainerbank erhielt Kroatien als schärfsten Kontrahenten im Kampf um den Gruppensieg zugelost. Titelverteidiger Spanien muss sich in der Gruppe I unter anderem gegen Tschechien und Schottland behaupten.
Die Sieger der insgesamt neun Gruppen und der beste Zweitplatzierte qualifizieren sich direkt für die EM vom 9. Juni bis 1. Juli 2012. Die acht weiteren Gruppenzweiten spielen im November 2011 in Playoff-Duellen die restlichen vier EM-Startplätze aus. Die Gastgeber Polen und Ukraine sind automatisch qualifiziert.
Spielorte sind in der Ukraine die Hauptstadt Kiew, wo auch das Finale stattfinden soll, Kharkov, Donezk und Lwiw. In Polen wird in Warschau, Breslau, Danzig und Posen gespielt.