Manchester United nach 5:0-Kantersieg Tabellenführer

Die Reds-Traube um den Torschützen Dirk Kuyt
Manchester United kannte gegen den Tabellenletzten kein Pardon und schickte Pompey mit 5:0 nach Hause. Die Gäste halfen allerdings tatkräftig mit. An der Anfield Road besiegte der FC Liverpool im Friendly Derby den FC Everton.
Manchester United zieht an Chelsea vorbei
Keine Mühe hatte die Elf von Sir Alex Ferguson gegen den Tabellenletzten. Die überforderten Gästespieler halfen allerdings kräftig mit. Nachdem Wayne Rooney sein Team in der 40. Minute mit 1:0 in Führung gebracht hatte, sorgte Anthony Vanden Borre kurz vor der Halbzeit für die Zwei-Tore-Halbzeitführung, weil er einen Nani-Schuss noch entscheidend ins eigene Tor abfälschte.
Nach einem weiteren Eigentor von Richard Hughes nach einer Stunde konnte der ehemalige Leverkusener Dimitar Berbatov nur zwei Minuten später auf 4:0 erhöhen. Für den Endstand sorgte einmal mehr ein Gästespieler. In der 70. Minute grätschte Marc Wilson den Ball ins eigene Netz und sorgte mit dem dritten Eigentor des Tages dafür, dass Portsmouth Erinnerungen an Hannover 96 beim Spiel in Mönchengladbach weckte. Damit zogen die Red Devils zunächst am FC Chelsea vorbei, doch die Blues können gegen Arsenal nachlegen.
Reds vernaschen Toffees
Die Vorzeichen vor der Partie sprachen für ein enges Spiel: Während die Reds das Hinspiel noch relativ problemlos mit 2:0 im Goodison Park gewinnen konnten, befanden sich die Toffees vor dem Rückspiel nach vier Siegen und einem Remis in einer deutlich besseren Verfassung als noch in der Hinrunde.
Nach einem flotten Beginn des Spiels mit leichten Vorteilen für den FC Everton, hatten die Reds durch Daniel Agger (13.) jedoch die erste Chance der Partie. Doch der Däne geriet bei seinem Schuss in Rücklage und drosch das Leder über das Tor. Auf der Gegenseite musste Pepe Reina in der 22. Minute zum ersten Mal eingreifen, als er einen Freistoß von Leighton Baines über die Querlatte lenkte.
Zunehmende Härte - Kyrgiakos sieht Rot
Fortan nahm die Härte im Spiel zu: Dirk Kuyt, Steven Pienaar und Jamie Carragher wurden von Schiri Martin Atkinson mit Gelb verwarnt. Doch den Vogel, der in diesem Fall auf den Namen Marouane Fellaini hörte, schoss in der 34. Minute der ehemalige Frankfurter Sotirios Kyrgiakos ab. Mit beiden Beinen rauschte der Grieche in den Belgier hinein und nahm bewusst eine Verletzung Fellainis in Kauf. Atkinson blieb nichts anderes übrig, als Kyrgiakos des Feldes zu verweisen. Fellaini musste vom Platz getragen werden und wurde durch Mikel Arteta ersetzt.
Dirk Kuyt netzt ein
Kurz vor der Halbzeit setzte Steven Gerrard einen Freistoß aus der Distanz an die Latte. Tim Cahill köpfte im Flug in der Nachspielzeit knapp über Reinas Tor, so dass es nach 45 Minuten 0:0 stand.
Nach dem Pausentee kamen die Toffees frischer auf den Platz zurück, doch eine echte Torchance konnten sie sich nicht herausspielen. Besser machten es die Reds: In der 55. Minute drückte Kuyt einen Kopfball nach einem Eckball Gerrards aus drei Metern über die Linie - sämtliche blau-gekleideten Spieler agierten in dieser Szene lediglich als staunende Zuschauer.
Nach der Führung der Gastgeber verlor das Spiel an Tempo, glücklicherweise im zweiten Durchgang insgesamt aber auch an Härte. Bei Everton kamen 20 Minuten vor dem Ende Yakubu und Anichebe, um für neuen Schwung zu sorgen. Aufregung gab es aber lediglich um Steven Pienaar, der von Gerrard unglücklich getroffen wurde und an der Schulter behandelt werden musste. Nach einem Revanchefoul sah der Südafrikaner noch die Gelb-Rote Karte. Doch letztendlich reichten den Toffees auch die fünf Minuten Nachspielzeit nicht mehr, um zum Ausgleich zu kommen.
Man City verliert bei Hull City
Uniteds Stadtrivale Manchester City hat in der Aufholjagd auf die Europa-League-Plätze Federn gelassen. Beim Abstiegskandidaten aus Hull kassierten die Citizens eine 1:2-Niederlage. Nach einem Zuspiel von Jan Vennegoor of Hesselink brachte der Amerikaner Jozy Altidore den Gastgeber in der 31. Minute mit 1:0 in Führung. Drei Minuten vor der Pause hatte Carlos Tevez die große Ausgleichsmöglichkeit, doch der Winkel wurde für den Argentinier etwas zu spitz. So blieb es zur Pause beim 1:0.
Im zweiten Durchgang bestätigten die Tigers, dass sie daheim alles andere als ein angenehmer Gegner sind. In der 54. Minute erhöhte George Boateng mit einem schönen Volleyschuss aus 18 Metern auf 2:0. Nur fünf Minuten später nährte Emmanuel Adebayor die Hoffnungen der Gästefans, doch noch einen Punkt zu ergattern. Aus kurzer Distanz brachte er City auf 1:2 heran. Doch mehr sollte nicht passieren. Als Boaz Myhill im Tor der Tigers in der Schlussminute den Distanzschuss des Togolesen abwehren konnte, stand der Sieg für Hull City fest, das mit den drei Punkten zunächst die Abstiegsränge verlässt.