Marvin Matip lässt Deniz Naki durch die Luft wirbeln
Mit einem Doppelpack hat Rouwen Hennings den FC St. Pauli zurück an die Spitze der 2. Liga geschossen. Der Angreifer führte mit seinen Saisontoren sechs und sieben (24./44. Minute) die Hamburger zu einem 2:1 gegen den Karlsruher SC.
Macauley Chrisantus (40.) hatte zwischenzeitlich für die Gäste ausgeglichen. Mit dem 14. Saisonsieg entriss das Team von Trainer Holger Stanislawski dem 1. FC Kaiserslautern, der am Sonntag den SC Paderborn empfängt, zumindest vorläufig wieder die Tabellenführung und baute mit dem vierten Sieg im Jahr 2010 seine makellose Rückrundenbilanz aus.
Mieser Rasen, flottes Spiel
Trotz des desaströsen Rasens im Hamburger Millerntor-Stadion entwickelte sich vor 19.793 Zuschauern nach 20-minütigem Abtasten eine flotte Partie, in der die Gäste zunächst gut mithielten. Doch nach Hennings Freistoß-Kracher aus rund 30 Metern erspielte sich St. Pauli ein Übergewicht und war bei einer Doppelchance von Deniz Naki (38.) dem 2:0 nahe.
So knapp der Dribbler einen eigenen Treffer verfehlte, so unglücklich leitete er dann das Gegentor ein. Seinem Ballverlust an Gaetan Krebs entsprang der Ausgleich, bei dem Chrisantus St. Paulis Keeper Mathias Hain überwand. Doch mit dem Selbstvertrauen von zuvor drei Rückrundsiegen im Rücken schlugen die Hausherren durch Hennings, der erneut mit einem strammen Linksschuss traf, postwendend zurück.
Nach Wiederanpfiff war St. Paulis Toptorjäger Marius Ebbers gleich dreimal dem 3:1 nahe (54./65./80.), aber auch ohne den dritten Treffer reichte es für die Hamburger zum knappen Heimsieg.
Bielefeld stoppt Greuther Fürth
Die Siegesserie der SpVgg Greuther Fürth ist beendet. Nach drei Erfolgen in Serie verlor die Mannschaft von Trainer Mike Büskens bei Arminia Bielefeld mit 1:2 (1:0). Dabei hatte Sami Allagui (13. Minute) den Gästen vor 11.100 Zuschauern in der Bielefelder Arena die Führung beschert.
Aber durch einen Doppelschlag von Pavel Fort (58.) und Franck Guela (71.) gelang Bielefeld die Wende. Die Ostwestfalen haben damit genauso viele Punkte wie der Tabellendritte FC Augsburg und können weiter darauf hoffen, durch eine direkte Rückkehr in die Bundesliga die erst jetzt bekanntgewordenen finanziellen Probleme schnell wieder in den Griff zu kriegen.
Die Hausherren agierten lange Zeit mut-, ideen- und meistens erfolglos. Ganz anders agierten zunächst die Gäste, die durch schnelles Kombinationsspiel immer wieder Druck aufbauten, aber im Abschluss die Feinabstimmung vermissen ließen.
Nur Arminen-Keeper Dennis Eillhoff verhinderte eine mögliche höhere Pausenführung der Fürther, die in der zweiten Halbzeit durch Fort und Guela für ihre schlechte Chancenverwertung bestraft wurden.
Oberhausen stoppt Talfahrt
Rot-Weiß Oberhausen hat nach dem Trainerwechsel den ersten Sieg seit neun Spielen gefeiert und Hansa Rostock mit 2:1 (0:1) geschlagen. Vor 4546 Zuschauern drehten Heinrich Schmidtgal (60. Minute) und Mike Terranova (70.) das Spiel für die Mannschaft von Hans-Günter Bruns. Finn Bartels hatte Hansa in der 42. Minute in Führung gebracht.
Das Aufeinandertreffen zweier Abstiegskandidaten war geprägt von viel Kampf und bot nur wenig spielerische Glanzpunkte. Erst in der zweiten Halbzeit nahm das Spiel dann an Fahrt auf: Zunächst gelang Schmidtgal der Ausgleich per Distanzschuss, dann sah der Rostocker Bartels die Gelb-Rot Karte (60.), und nur wenig später traf Mike Terranova dann zum 2:1-Endstand.
Die SpVgg Greuther Fürth und der FC St. Pauli haben vorgelegt und die Aufstiegs- konkurrenten Düsseldorf und Frankfurt vor deren direktem Duell unter Druck gesetzt.