Stadionbau in Breslau verzögert sich
Das Breslauer Stadion für die EM 2012 wird erst ein halbes Jahr später fertig als geplant. Das drohende Aus als EM-Spielort wegen der Probleme beim Arena-Bau wollen die polnischen Behörden aber mit Hilfe eines deutschen Unternehmens abwenden.
"Die Situation ist unter Kontrolle", beteuerte der Chef des Verwaltungsbezirks Niederschlesien, Rafal Jurkowlaniec. Die Stadion-Übergabe solle nun Ende 2011 erfolgen, sagte er nach Angaben der Polnischen Presse-Agentur PAP. Die UEFA habe diese Verschiebung bereits akzeptiert.
Die Stadt Breslau hatte im Dezember den ursprünglichen Bauvertrag mit einer polnischen Firma wegen der Verzögerungen gekündigt. Neuer Partner ist ein Unternehmen aus der Oberpfalz. Allerdings könnte der Sport Bild zufolge ein Rechtsstreit über die Auflösung des bisherigen Kontrakts die Fortsetzung der Arbeiten blockieren.
Krakau steht als Ersatz parat
Die UEFA habe angesichts der Probleme bereits Krakau als Ersatz-Standort auf dem Plan. Der Verband fordert eigentlich die Fertigstellung der Stadien bis Mitte 2011.
Polen richtet zusammen mit der Ukraine die EURO 2012 aus. Neben Breslau wurden in Polen Warschau, Posen und Danzig als Spielorte ausgewählt. In Breslau soll eine Multifunktions-Arena für 42.000 Zuschauer entstehen, die 160 Millionen Euro kosten soll. Mehrmonatige Verzögerungen gibt es auch bei anderen Bauprojekten, unter anderem bei der Errichtung einer Verbindungsstraße zwischen dem Stadion und Breslauer Flughafen.