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Afrika Cup
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Der Afrika Cup 2010 steht heftig in der Kritik
Der Afrika Cup 2010 steht heftig in der Kritik
Urs Siegenthaler war alles ander als begeistert

Der Afrika Cup 2010 in Angola läuft noch, doch bereits jetzt haben die Kritiker ein vernichtendes Urteil der Veranstaltung gefällt. Über leere Stadien, schwache Spiele, schlechte Organisation und grauenhafte Platzverhältnisse schimpft nicht nur DFB Chef-Scout Urs Siegenthaler.

Mit der Elfenbeinküste und Kamerun schieden die beiden erfahrensten und am besten besetzten Teams bereits im Viertelfinale aus. Vor allem die mit Stars wie Didier Drogba (FC Chelsea) und Yaya Touré (FC Barcelona) angereisten Ivorer zeigten in drei Spielen drei verschiedene Gesichter: nachlässig gegen Burkina Faso (0:0), gut gegen Ghana (3:1), hochnäsig gegen Algerien (2:3 nach Verlängerung).

"Es scheint mir so zu sein, dass hier einige Mannschaften nach der langen Qualifikation und vor der WM nicht die geistige Frische für so ein großes Turnier haben", mutmaßte Siegenthaler in der Frankfurter Rundschau. Denn mit Deutschlands WM-Gegner Ghana, Algerien und Nigeria konnten auch drei von vier Halbfinalisten kaum überzeugen.

Der Afrika Cup hat seine eigenen Gesetze

Ghana sucht nach dem Einbau von acht Junioren-Weltmeistern noch nach der richtigen Balance zwischen jungen und erfahrenen Spielern. Immerhin "kann es sich noch zu einem Vorteil entwickeln, dass sie sich schon einspielen konnten und Erfahrung gesammelt haben", sagte Siegenthaler auf der DFB-Homepage mit Blick auf die WM.

Von den Algeriern, denen Joachim Löw bei der WM-Auslosung noch unbedingt aus dem Weg gehen wollte, war der Chefspion des Bundestrainers trotz des Sieges gegen die Elfenbeinküste enttäuscht. "Algerien hat mich etwas überrascht, aber in negativer Hinsicht. Die haben sich ins Halbfinale durchgemogelt", meinte Siegenthaler.

Allerdings warnte Nigerias Trainer Shaibu Amodu davor, "aus den Leistungen bei diesem Turnier Schlüsse auf die Qualität der Afrikaner bei der Weltmeisterschaft zu ziehen. Der Afrika-Cup hat seine eigenen Gesetze."

Schwache Zuschauerresonanz

Dazu zählt seit Jahren auch die schwache Zuschauer-Resonanz bei den Spielen, an denen der jeweilige Gastgeber nicht beteiligt ist. Auch aufgrund der großen Entfernung zwischen den nordafrikanischen Ländern und Angola im Südwesten des Kontinents fiel das in diesem Jahr nur besonders auf: Für das Spiel Algerien gegen Malawi etwa wurden weniger als 200 Tickets verkauft.

Weiterführende Links:

Im ölreichen Angola machte sich außerdem bemerkbar, dass einige Stadien erst kurz vor dem Afrika Cup aus dem Boden gestampft wurden. Viele Beobachter beklagten, dass die Infrastruktur nach 25 Jahren Bürgerkrieg noch nicht mitwachsen konnte. Die Spielflächen nannte Ghanas Hans Sarpei im Kicker sogar "Sandacker mit Gras drauf".

Auch Siegenthaler sagte zum Abschluss seines Besuches: "Angola hat mich als Austragungsland nicht überzeugt. Vieles war unorganisiert." Immerhin ist er "zuversichtlich, dass vieles in knapp fünf Monaten bei der WM in Südafrika besser funktioniert".

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Ein fader Beigeschmack
Leere Stadien, schlechter Rasen schwache Teams, ein blutiger Terroransschlag und ein Verband, der ein grottenschlechtes Bild ind er Öffentlichkeit ablieferte - sie stellten den historischen Sieg Ägyptens in den Schatten und sorgten dafür, dass der Afrika Cup 2010 in Angola alles andere als ein Freudenfest war.
LIVE
18:56 | letzter Live-Eintrag
Ägypten - Ghana: Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und hoffen, dass Sie genau so viel Spaß bei diesem Turnier hatten wie wir. Einen schönen Sonntag noch und bis zum nächsten Mal.
ERGEBNISSE
31.01.2010
Ghana - Ägypten
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