Elfenbeinküste raus, Ghana jubelt

Die Ghanaer Rahim Ayew (li.) und Richard Kingson feiern den Halbfinaleinzug
Ghana und Algerien haben das Halbfinale des Afrika-Cups erreicht. Der deutsche WM-Gegner schaltete Gastgeber Angola mit einem 1:0 aus. Algerien setzte sich in einem dramatischen Spiel nach Verlängerung gegen die favorisierte Elfenbeinküste durch.
Nach einem wahren Fußball-Krimi folgte Algerien den Ghanaern ins Semifinale: Nach 0:1- und 1:2-Rückstand setzten sich die Nordafrikaner in Cabinda noch mit 3:2 (2:2, 1:1) nach Verlängerung gegen durch.
Unglaubliche Schlussphase
Hameur Bouazza erzielte in der zweiten Minute der Verlängerung den Siegtreffer für die nie aufsteckenden Algerier. In der Nachspielzeit der Verlängerung hatten die Nordafrikaner Glück, als der Schiedsrichter einem Treffer der Ivorer wegen vermeintlicher Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte.
Vor dem dramatischen Finale hatte Salomon Kalou vom FC Chelsea die Elfenbeinküste bereits in der 4. Minute in Führung gebracht, Karim Matmour (40.) noch vor der Pause ausgeglichen. In den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse: Abdulkader Keita schoss die Ivorer erneut in Front (89.), Madjid Bougherra (90.+2) rettete die Algerier in die Verlängerung - und ins Halbfinale am Donnerstag gegen den Sieger der Partie zwischen Ägypten gegen Kamerun.
Ghana dank Gyan weiter
Die Black Stars aus Ghana streben ihren fünften Cup-Erfolg an. "Wir haben uns zusammengerauft. Jetzt sind wir bereit, den Pokal zu holen", sagte Verteidiger Samuel Inkoom im TV-Sender Eurosport. Vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion des 11. November in Luanda hatte Asamoah Gyan (16. Minute) nach einem Pass von Kwadwo Asamoah den entscheidenden Treffer erzielt.
Für schwache Angolaner, die den erstmaligen Einzug ins Halbfinale des Kontinental-Turniers verpassten, vergab Angreifer Manucho (30.,44.,73.) gleich dreimal den möglichen Ausgleich. Ghana trifft im Semifinale auf den Sieger der Partie Sambia gegen Nigeria.