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FUSSBALL | 1. BUNDESLIGA
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Leverkusen schlägt Hoffenheim mit 3:0
Leverkusen schlägt Hoffenheim mit 3:0
Eren Derdiyok läuft Gegenspieler Carlos Eduardo in die Hacken und bringt ihn so ins Straucheln

Tabellenführung zurückerobert, Forderung des Trainers nach einer soliden Abwehrleistung erfüllt - Leverkusen spielte beim 3:0 gegen Hoffenheim eine Halbzeit lang mit den Nordbadenern und untermauerte seinen Status als erster Meisterschaftsanwärter, wie sportal.de sah.

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes hatte seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben, er wolle gerne mal wieder ein Auswärtsspiel zu Null bestreiten. Dafür standen ihm auch bis auf Gonzalo Castro und Lars Bender sowie dem noch in Angola weilenden Hans Sarpei alle Spieler zur Verfügung. Ralf Ragnick hatte für seine Hoffenheimer Mannschaft das Ziel ausgegeben, mit einem Sieg den Anschluss an die internationalen Plätze zu halten, Leverkusen wollte natürlich die Tabellenspitze von den Bayern zurückerobern. Allerdings musste Hoffenheim auf die verletzten Demba Ba, Tobias Weis und Maicosuel sowie die sich beim Afrika-Cup befindlichen Chinedu Obasi und Isaac Vorsah verzichten. Dafür standen Carlos Eduardo und Luiz Gustavo wieder in der Startelf.

Leverkusen mit der frühen Führung

Die ersten Minuten des Spiels bestanden nur aus einem gegenseitigen Abtasten. Hoffenheim war die erste Mannschaft, die sich zu einem Warnschuss auf das Gehäuse von Bayers Torwart Rene Adler hinreißen ließ, als Boris Vukcevic aus 18 Metern abzog und das Tor nur knapp verfehlte (7. Minute).

Beser machte es da Bayer. Toni Kroos schlenzte einen Freistoß, der aus einem Foul von Josip Simunic an Stefan Kießling entstanden war, in den Strafraum und obwohl der Ball lange in der Luft war, konnte sich Sami Hyypiä der Bewachung von Vedad Ibisevic am langen Pfosten entziehen und völlig frei per Dropkick zum 1:0 einschieben (11.). Torwart Timo Hildebrand machte dabei auch dank des Beinschusses von Hyypiä keine gute Figur.

Hoffenheim nicht konsequent genug im Abschluß

Hoffenheim war aber kaum geschockt und versuchte sofort, den Rückstand wieder wett zu machen. Franco Zuculini gab den Ball auf der rechten Seite weiter an Carlos Eduardo, dessen Flanke im Strafraum bei Ibisevic landete. Der fackelte nicht lange, und zog sofort ab. Eine gute Parade von Adler verhinderte den postwendenden Ausgleich (15.). Dann war wieder Leverkusen am Drücker. Allerdings fehlten sowohl Kießling mit einem Heber (20.) sowie Eren Derdiyok mit einem Kopfball (26.) die nötige Präzision, um den Vorsprung weiter auszubauen.

EINZELKRITIK
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1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen
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Timo Hildebrand
Sah beim ersten Gegentor, das er durch die Beine bekam, unglücklich aus und wirkte in der ersten Halbzeit insgesamt vor allem fußballerisch unsicher. So startete er gegen Kießling auf dem Flügel einen zweifelhaften Ausflug, wurde dann überlaufen und hatte Glück, dass er die anschließende Flanke noch zur Ecke lenken konnte. In der zweiten Hälfte kaum gefordert.
1899 Hoffenheim
vor
Und Hoffenheim schien in dieser Phase auch mehr vom Spiel zu haben. Zunächst verpasste Vukcevic nach einem Fehler von Manuel Friedrich aus spitzen Winkel das Tor nur knapp (29.). Kurz darauf war das Chaos in der Leverkusener Abwehr perfekt: Adler vertändelte den Ball nach gutem Einsatz von Ibisevic 20 Meter vor dem Tor, der Hoffenheimer Stürmer legte den Ball ab auf Vukcevic, der sich trotz Intervention von Arturo Vidal durchsetzen konnte und das leere Tor vor sich hatte. Zum Ausgleichstreffer kam es trotzdem nicht, da der Hoffenheimer den Ball 50 Zentimeter neben den linken Pfosten setzte (34.).

Hoffenheims Defensive ein Trauerspiel

In der Pause schien Jupp Heynckes die richtigen Worte für seine Mannschaft gefunden zu haben, denn tatsächlich konnte man sofort nach Wiederanpfiff sehen, dass die Leverkusener nachlegen wollten. Und nach wie vor agierten die Hoffenheimer in der deckungsarbeit zu nachlässig. So konnte sich Tranquilo Barnetta auf der rechten Seite durchsetzen und eine Flanke in die Mitte bringen. Der Versuch von Derdiyok, den Ball durchzulassen, mißlang zwar, aber unter freundlicher Mithilfe von Andreas Beck gelangte der Ball zum völlig frei stehenden Toni Kroos, und dieser hatte keine Mühe, den Ball zur 2:0-Führung im Netz unterzubringen (52.). Zwei Minuten später hatte Stefan Kießling sogar die Riesenchance, die Führung weiter auszubauen, aber sein Ball aus spitzem Winkel konnte von Timo Hildebrand gerade noch zur Ecke geklärt werden (54.).

Für die Hoffenheimer war das 2:0 so etwas wie der finale Dolchstoß. In der Folge gelang ihnen nichts mehr, die Ordnung im Spiel ging völlig verloren und selbst einfachste Zweikämpfe wurden verloren. Anders die Leverkusener, die in dieser Phase des Spiels die Kontrolle über Platz und Gegner übernahmen. Aber selbst der Versuch, das Spiel nur nach Hause zu bringen, wurde den Leverkusenern von einer völlig indisponierten Hoffenheimer Defensive schwer gemacht. So konnten sich die Leverkusener den Ball über 10 Stationen solange zuspielen, bis sie den Ball in den Strafraum brachten. Nach zwei missglückten Versuchen, den Ball zu klären, landete dieser bei Toni Kroos, der aus spitzem Winkel zurück auf den ungedeckten Barnetta legte. Dieser konnte sich die Ecke aussuchen, und so stand es 3:0 für Bayer (71.). Für Barnetta war es eine schöne Art und Weise, sein 150. Bundesliga-Spiel zu krönen.

Nach dem 3:0 flachte das Spiel merklich ab. Leverkusen wollte nicht mehr, Hoffenheim konnte nicht mehr. Jupp Heynckes wechselte Kroos, den überragenden Mann auf dem Platz, Derdiyok und Barnetta aus und brachte dafür Simon Rolfes, Lukas Sinkiewicz und Patrick Helmes. Helmes war es dann auch vorbehalten, die letzte Chance für Leverkusen zu vergeben, als er aus spitzen Winkel den Ball nicht aufs Tor bringen konnte (84.). Jupp Heynckes war nach dem Spiel zwar sehr zufrieden mit der zweiten Halbzeit, kritisierte aber die Einstellung seiner Mannschaft nach dem Führungstreffer. Leverkusen setzt sich mit dem Sieg wieder vor die Bayern an die Tabellenspitze, Hoffenheim muss in den nächsten Wochen hart arbeiten, um den Anschluss an die internationalen Plätze nicht zu verlieren.

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Stimmen zum Spiel: 1/4
Toni Kroos: "Es läuft, aber man darf sich nicht darauf ausruhen."
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Oliver Stein

FUSSBALL | 1. BUNDESLIGA
Gomez besser als ganz Lautern
Gomez besser als ganz Lautern
Bayern hatte wenig Probleme mit Kaiserslautern. Durch das Tor von Mario Gomez war das Abwehrbollwerk der Lauterer früh geknackt.
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