Kamerun und Sambia im Viertelfinale

Samuel Eto'o bejubelt seinen Treffer
Kamerun, Tunesien, Gabun und Sambia haben sich beim Afrika-Cup in der Gruppe D am letzten Spieltag ein packendes Finish um die beiden letzten Plätze für das Viertelfinale geliefert. Am Ende durfte Kamerun nach einem turbulenten Remis gegen Tunesien ebenso jubeln wie Sambia, das über Gabun triumphierte.
Die unzähmbaren Löwen um Superstar Samuel Eto'o mussten rund 96 Minuten lang zittern, ehe das 2:2 gegen Tunesien feststand und damit auch der Einzug in die Runde der letzten Acht. Dort trifft Kamerun auf Ägypten. "Wir haben das hinbekommen, was wir wollten und sind im Viertelfinale", kommentierte Eto'o knapp.
In einer phasenweise knüppelharten Partie erwischten die Tunesier einen Blitzstart. Amine Chermiti, von Hertha BSC an den saudi-arabischen Club Al-Ittihad ausgeliehen, traf bereits nach 50 Sekunden zur Führung für die Nordafrikaner.
Eto'o trifft zum 1:1
Kamerun hatte großes Glück, dass Hocine Ragued kurz vor der Pause den besser postierten Nebenmann übersah und mit einem Schuss an das Außennetz das mögliche 2:0 vergab. Das rächte sich kurz nach der Pause, als Eto'o zum 1:1-Ausgleich traf. Der nächste Nackenschlag für den Favoriten ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem Aurelien Chedjou (63.) per Kopf ins eigene Netz traf, schien das Aus Kameruns besiegelt. Doch schon eine Minute später gelang Landry N'Guemo von Celtic Glasgow der erneute Ausgleich.
Letzter Höhepunkt in dieser turbulenten Partie war die Gelb-Rote Karte für den Tunesier Ammar Jemal nach einem leichten Schubser. Angesichts der vielen nicht geahndeten harten Fouls in dieser Partie mutete dieses Entscheidung doch etwas seltsam an. "Uns war vorher schon klar, dass es sehr schwer werden würde", sagte der eingewechselte Pierre Webó, der zu beiden Toren die Vorlage lieferte. "Das Wichtigste ist aber: Wir haben uns durchgesetzt."
Sambia von Vier auf EinsIm zweiten Spiel der Gruppe setzte sich Sambia gegen Gabun mit 2:1 durch und katapultierte sich vom letzten Platz der Gruppe noch an die Spitze. Gabun rutschte dagegen von Rang eins auf drei ab und ist ausgeschieden. Rainford Kalaba (28.) und James Chamanga (62.) trafen für Sambia, das nur noch den Anschlusstreffer von Fabrice Do Marcolino (83.) hinnehmen musste.
Damit haben sich die fünf WM-Teilnehmer Kamerun, Algerien, Elfenbeinküste, Nigeria, Ghana sowie Gastgeber Angola, Titelverteidiger Ägypten und Sambia für das Viertelfinale qualifiziert.
In den Viertelfinals treffen am Sonntag Angola und Ghana sowie die Elfenbeinküste und Algerien aufeinander. Am Montag spielt Ägypten gegen Kamerun und Nigeria gegen Sambia.