Ghana vs. Angola: Respekt ja, Angst nein

Gegen Burkina Faso jubelten die Black Stars nur ein Mal
So richtig überzeugen konnte Ghana auch im zweiten Gruppenspiel beim Afrika-Cup nicht, aber der Wunsch von DFB-Scout Urs Siegenthaler nach weiteren Spielen der Ghanaer erfüllte sich. Gegen Angola stehen die Black Stars aber vor einer schweren Aufgabe.
"Ich hoffe, dass ich sie nach der Vorrunde nochmals sehen darf. Das wäre gut für uns", hatte Siegenthaler vor dem Spiel gegen Burkina Faso gesagt und mit dem 1:0-Zittersieg wurde er erhört. Zuvor hatte Löws Chefspäher ein "von großer Verbissenheit" und "Zweikämpfen an der Grenze" geprägtes Duell gegen die Elfenbeinküste gesehen.
"Die Welt überraschen"
"Wir werden uns verbessern und uns weiter darauf fokussieren, das Finale zu spielen", sagte Mittelfeldspieler Kwadwo Asamoah nach dem glücklichen Erfolg gegen Burkina Faso. Zwar hätten die Black Stars nur schwer in das Fußball-Turnier in Angola gefunden, aber "wir müssen noch mehr tun und die Welt überraschen", erklärte Asamoah dem Internetportal ghanasoccernet.com.
Zunächst einmal gilt es für die mit zahlreichen U-20-Weltmeistern gespickte Auswahl von Coach Milovan Rajevac, den Gastgebern die Party zu verderben. Wollen die Westafrikaner nach dem fünften Afrika-Cup-Sieg greifen, müssen sie in der Hauptstadt Luanda die Angolaner niederringen.
Lob für Pitroipa und Co.
Mut macht Rajevac, dass sein junges Team gegen Burkina Faso einen "harten psychischen und physischen Test" meisterte. "Wir haben gegen eine exzellente Mannschaft gespielt", lobte der Serbe den geschlagenen Kontrahenten, in dessen Reihen HSV-Profi Jonathan Pitroipa der überragende Akteur war.
Zuletzt trafen Angola und Ghana in einem Testspiel Mitte November aufeinander. Es endete mit einem torlosen Remis. Damals wie heute galt die Devise: Respekt ja, Angst nein. "Wir wissen, dass Angola ein sehr gutes Team und viel Unterstützung hat, aber in der nächsten Runde kann alles passieren", sagte André Ayew. Mit seinem Kopfballtreffer hatte der Sohn von Ghanas Fußball-Idol Abédi Pelé, einst in der Bundesliga für den TSV 1860 München aktiv, die Black Stars in die Runde der besten Acht bugsiert und die Hoffnungen auf den fünften Cup-Sieg aufrechterhalten.